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Inland
Politik

Ein Streik in der Verkehrszentrale von Zeebrügge legt den Schiffsverkehr zu den Küstenhäfen lahm

Aufgrund eines Streiks in der Verkehrszentrale von Zeebrügge ist der Schiffsverkehr zu und von belgischen Küstenhäfen nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Der Tower (Foto) ist für die Überwachung des Schiffsverkehrs vor der Küste zuständig. Die Lotsen und die Verkehrsleiter verhandeln seit über einem Jahr über ihre Pensionen und sind unzufrieden mit der Rentenreform der Bundesregierung.

Andreas Kockartz
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Am Montag hatte die sozialistische Gewerkschaft ACOD bereits angekündigt, dass in Kürze Aktionen folgen würden. Grund dafür ist die Rentenreform der Regierung De Wever und die fehlenden Lösungen der flämischen Regierung für den nautischen Bereich. Die Lotsen und die Verkehrsleiter verhandeln seit über einem Jahr über ihre Pensionen. Ende November protestierten die Lotsen bereits gegen die Rentenpläne. Auch dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs.

„Unsere Lotsen sehen sich mit der Aushöhlung ihrer Rentenansprüche konfrontiert, während die flämische Regierung weiterhin zögert“, erklärten die Gewerkschaften. Die Aktion steht im Einklang mit einem landesweiten Aktionstag, der am Donnerstag  stattfindet. Die Maßnahme führt erneut zu erheblichen Beeinträchtigungen. „Viele Schiffe können die Häfen von Antwerpen und Gent nicht erreichen, und die Häfen von Zeebrugge und Ostende sind gesperrt. Dies betrifft auch Sport- und Fischereifahrzeuge“, so Dries Derudder, Sprecher der flämischen Landesagentur für Seefahrt und Küste.

„Sicherheit gewährleistet“

Nur Schiffe, die die Westschelde von Norden her hinauffahren können, erreichen die Häfen von Antwerpen und Gent, da sie die Sperrzone des Towers in Zeebrügge nicht passieren müssen. 45 Hochseeschiffe verspäten sich bei der Ankunft im Hafen von Antwerpen, aber ein gewisser Schiffsverkehr ist noch möglich, da die niederländischen Lotsen nicht streiken, heißt es dazu von Seiten des Fusionshafens Antwerpen-Brügge.

Da sich die „Wandelaar“, das Lotsenschiff zur Begleitung großer Schiffe in die Häfen, in der Sperrzone befindet, können einige Hochseeschiffe nicht gelotst werden. Schiffe, die die Häfen nicht anlaufen können, müssen auf der Nordsee warten oder über niederländisches Hoheitsgebiet einen Umweg nehmen.

„Die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet“, versichert Derudder: „Die Verkehrsleitzentrale ist nicht unbesetzt. Es ist stets eine Mindestanzahl an Mitarbeitern vor Ort, um in Notfällen eingreifen zu können.“ Wie lange die Maßnahme dauern wird, ist noch unklar. Die Maßnahme beschränkt sich auf die Mitarbeiter der Radarzentrale in Zeebrügge und betrifft derzeit nicht die Kollegen auf den Lotsenbooten.

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