Es ist erst Mitte März, doch die Magnolien, die schönen Bäume mit ihren großen weißen, rosa oder violetten Blüten, stehen bereits in voller Blüte. Dank des außergewöhnlich warmen Wetters blühen sie zwei bis drei Wochen früher als üblich.
Im Pflanzengarten von Meise in Flämisch-Brabant bei Brüssel werden sowohl Wild- als auch Hybridmagnolien gepflegt und erhalten, denn es ist wichtig, diese uralten Arten für die Zukunft zu schützen, erklärt Koen Es vom Botanischen Garten: „Magnolien gab es bereits vor hunderten Millionen Jahren. Sie gehören zu den ersten Blütenpflanzen und die Blütenform der Magnolie ist ein uraltes Blütenmuster. Danach folgten alle anderen Blütenpflanzen. Gerade weil es sich um ein so uraltes Muster handelt, ist die Magnolie für Biologen von besonderem Wert.“
Im Botanischen Garten Meise gibt es Dutzende von Hybridmagnolien, wie beispielsweise die Lippenstift-Magnolie. Daneben existieren noch 340 Wildarten, die etwas weniger spektakulär aussehen.
Doch die Hälfte dieser Wildarten ist vom Aussterben bedroht: „Eine der Aufgaben botanischer Gärten ist der Erhalt der Artenvielfalt. Und die Sicherung des Überlebens von Wildarten wie der Magnolie. Deshalb haben sich botanische Gärten weltweit zusammengeschlossen, um bestimmte Arten zu schützen und für die Zukunft zu bewahren.“
Die Blütezeit der Magnolie ist kurz. Jetzt ist die beste Zeit, sie zu genießen.
