Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA) möchte die Anmeldegebühr für Französisch-, Englisch- und Deutschkurse in der Erwachsenenbildung senken. Demir wird diesen Vorschlag der flämischen Regierung unterbreiten. Dies gab die flämische Nationaldemokratin am Montag bekannt. Französisch-, Englisch- und Deutschkurse in Volkshochschulen sollen künftig die Standardgebühr von 2,25 € pro Unterrichtseinheit kosten. Derzeit beträgt die Gebühr für diese Kurse 4 € pro Unterrichtseinheit. Demir hatte vor einiger Zeit die entsprechenden Gebühren noch selbst drastisch angehoben, da es sich ihrer Ansicht nach, um geförderte „Hobbylektionen“ handelte…
In Flandern sollen die Gebühren für berufsbezogene Sprachkurse (F/D/EN) in der Erwachsenenbildung wieder gesenkt werden
„Sprachen wie Französisch, Englisch und Deutsch sind auf unserem Arbeitsmarkt wichtig“, so Demir heute: „In einer offenen Wirtschaft wie Flandern erwarten viele Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern Mehrsprachigkeit. Indem wir diese Kurse erschwinglicher machen, senken wir die Hürde für Menschen, die ihre Beschäftigungschancen verbessern wollen.“
Die Standardgebühr in der Erwachsenenbildung beträgt 2,25 € pro Unterrichtseinheit. Für Teilnehmer mit Anspruch auf Ermäßigung, wie beispielsweise Arbeitssuchende oder bestimmte schutzbedürftige Gruppen, gilt weiterhin eine ermäßigte Gebühr von 1 € pro Unterrichtseinheit. Darüber hinaus gilt eine maximale Gebühr von 450 € pro Semester und Kurs.
Ziel dieser Reform ist, den Fokus stärker auf Kurse zu richten, die einen Beitrag zum Arbeitsmarkt leisten. Zudem möchte der Minister die Teilnahmegebühr in der Erwachsenenbildung künftig einkommensabhängig gestalten. Derzeit hängen Ermäßigungen und Befreiungen oft von einem bestimmten Status ab, während das Einkommen selbst nicht immer ausschlaggebend ist. Daher kann es vorkommen, dass jemand mit geringem Einkommen die volle Gebühr zahlen muss, weil er keiner bestimmten Kategorie angehört.
