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Die Universität von Antwerpen entwickelt Mehrwegverpackungen für den klinischen Bedarf: Erheblich weniger Abfall

Forschende der Universität Antwerpen (UA) haben eine nachhaltige Alternative zu Einwegverpackungen für klinischen Bedarf bzw. für die Forschung entwickelt. Bei  wissenschaftliche Untersuchungen, in denen medizinische Behandlungen wie Impfstoffe oder neue Medikamente an Menschen getestet werden, fällt viel Müll an. Im Rahmen solcher Studien sammeln die Forschenden verschiedene Proben, die jeweils in große Mengen Plastik verpackt werden. Die Mehrwegverpackung der UA soll die Menge an medizinischem Abfall deutlich reduzieren.

Andreas Kockartz
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„Klinische Studien sind enorm wichtig für die Erforschung neuer Medikamente und Krankheiten“, sagte Professorin Els Du Bois von der UA gegenüber VRT NWS: „Leider erzeugen diese Studien aber auch große Mengen an Verpackungsmüll.“ Laut einer Studie der UA werden pro Patient und Probe etwa 220 Gramm Einwegverpackung verwendet: „Für den Versand der Proben an ein Krankenhaus oder ein Labor werden verschiedene Plastiktüten, Kartons und Luftpolsterfolie verwendet. All diese Verpackungen verursachen enorme Mengen an Abfall.“

Mit ihrem Projekt will die Universität diesen enormen Abfallberg reduzieren. „Es war eine große Herausforderung“, sagte UA-Doktorandin Kaat Dhondt (Foto oben), die diese Produkte (Foto unten) entwickelte dazu: „Qualität und Hygiene sind natürlich wichtig. Im medizinischen Bereich herrscht oft noch die Ansicht vor, dass Einwegverpackungen sicherer, hygienischer und qualitativ hochwertiger seien als Mehrwegverpackungen. Wir müssen also beweisen, dass unsere Mehrwegverpackung in diesen Kriterien mindestens genauso gut abschneidet.“ Ein wasserdichter Verschluss macht die Mehrwegverpackung absolut auslaufsicher, und eine dreifache Gummiwand dämpft Stöße beim Transport.

„Ein durchschnittliches Forschungslabor könnte dank unserer Verpackung etwa 20 Tonnen Verpackungsmüll pro Jahr einsparen“, fährt Du Bois fort. „Wenn wir das Gesundheitswesen wirklich gesünder gestalten wollen, ist es wichtig, dass wir auch dazu beitragen, diesen enormen Abfallberg zu reduzieren.“ Die Universität Antwerpen prüft derzeit, ob sie ihr Projekt auch auf Kliniken und Allgemeinpraxen ausweiten kann.

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