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Rekordzahl historischer Munition durch den Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee in Westflandern geborgen

Der Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee (DOVO) barg im vergangenen Jahr 4.093 Munitionsstücken aus den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts auf belgischem Boden, 66 % davon in Westflandern. Diese Information kommt aus dem belgischen Verteidigungsministerium und wurde von Kurt Himpe, dem westflämischen Provinzrat, Kurt Himpe, weitergegeben.

Andreas Kockartz Belga
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In Westflandern wurde 2025 eine Rekordzahl von 2.712 Munitionstücken entdeckt, ein Anstieg von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Dies sei angesichts der Tatsache, dass der Erste Weltkrieg diese Provinz damals viele Jahre lag heimsuchte, nicht überraschend, erklärte Kurt Himpe.

Im Sommer dieses Jahres wurde ein Landwirt in Dixmuide durch Senfgas verletzt. Dieser Vorfall erregte großes Aufsehen in den Medien und in der Öffentlichkeit. „Nach solchen Unfällen denken die Menschen vermehrt über Munition nach und melden Funde, während sie diese vor solchen Ereignissen oft ignorierten. Wenn das Thema in den Medien angesprochen wird, schätzen sie die Gefahren besser ein. Wir erinnern die Bevölkerung außerdem daran, dass man die Polizei immer benachrichtigen sollte, wenn man eine Granate findet“, erklärt Kurt Himpe.

Bis zu 400 Granaten pro Einsatz

Der Kampfmittelräumdienst der Armee kann keine genaue Zahl der gefundenen Munitionen angeben, so Himpe weiter: „Tatsächlich zählen wir erst ab einem bestimmten Kaliber. Eine kleine Handgranate wird beispielsweise unschädlich gemacht, taucht aber nicht in unserer Statistik auf. Bei unseren Einsätzen bergen wir hauptsächlich Granaten aber auch Bomben und Handgranaten aus dem Ersten Weltkrieg. Manchmal bergen wir bei einer Operation nur eine einzige Granate, manchmal aber deutlich mehr, wie kürzlich in Wortegem-Petegem, wo wir fast 400 Granaten entdeckten. Betrachtet man die Gesamtmenge der Munition, so kommt man in Westflandern auf mindestens 2.700 und im übrigen Flandern auf mindestens 3.900 Stücke, tatsächlich sind es aber deutlich mehr.“

Zerstörung auf dem Gelände von Poelkapelle

„Aktuell befinden sich noch 8.151 Geschosse auf dem Militärgelände des Kampfmittelräumdienstes DOVO in Poelkapelle zur Vernichtung, darunter 6.542 konventionelle und 1.609 giftige Geschosse“, erklärte Provinzialrat Kurt Himpeweiter: „In den vergangenen fünf Jahren wurden 10.000 Munitionsteile vernichtet, davon etwas mehr als 1.000 im Jahr 2025. Angesichts des anhaltenden Munitionszuflusses lässt sich nicht abschätzen, wann der verbleibende Munitionsbestand tatsächlich reduziert sein wird.“

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