In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern startet die Brüsseler Gemeinde Oudergem ein Pilotprojekt mit „Safe Places“ in der Nähe der Metrostation Hankar. Ab dem 8. März können sich Menschen in unsicheren Situationen in rund 10 nahegelegenen Geschäften oder Restaurants flüchten. Nach einer Evaluierung soll das Projekt auf weitere Ortsteile in der Gemeinde oder sogar in ganz Brüssel ausgeweitet werden, wie das regionale Nachrichtenportal BRUZZ berichtet.
Sicher in der Stadt: Die Brüsseler Gemeinde Oudergem startet Pilotprojekt „Safe Places“ in der Nähe der Metrostation Hankar
Die Gemeinde Oudergem hat mehrere Orte identifiziert, an denen sich Anwohner regelmäßig unsicher fühlen. Dies trifft insbesondere auf bestimmte Metrostationen wie Hankar zu. „Es sind die schutzbedürftigsten Gruppen unserer Gesellschaft, wie Frauen und Jugendliche, die am häufigsten solche Gefühle erleben“, sagte Bürgermeisterin Sophie De Vos (Défi).
Um dem entgegenzuwirken, startet die Gemeinde in diesen Tagen ein Pilotprojekt mit sogenannten „Safe Places“. Konkret können sich Menschen in unsicheren Situationen an eines der insgesamt 13 freiwillig teilnehmenden Geschäfte, Restaurants und Einrichtungen in der Nähe von Metro Hankar wenden. Diese sind an einem blauen Aufkleber erkennbar. Zu den „Safe Places“ gehören u.a. die Frittenbude La Frite Dorée (Foto unten), ein Blumenladen und ein Fitnessstudio.
Schulungen
Die Geschäftsinhaber wurden von PsyBru im Umgang mit Gefahrensituationen geschult. Dazu gehören das Bereitstellen eines geeigneten Unterschlupfs, die Benachrichtigung von Angehörigen und gegebenenfalls die Benachrichtigung der Polizei. Bürgermeisterin De Vos ergänzt, dass die örtliche Polizeizone „Marlow“ Meldungen, die über die „Safe Places“ eingehen, zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben priorisieren wird: „Dies ermöglicht eine schnelle, koordinierte und angemessene Reaktion auf Einschüchterungs- und Gefahrensituationen.“
Am Sonntag, dem 8. März, dem Internationalen Frauentag, findet eine Kampagne statt, um das Projekt bekannter zu machen.
