Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines war 2025 das dritte Jahr in Folge operativ profitabel, doch aufgrund verschiedener Belastungen halbierte sich der Gewinn im Vergleich zu 2024. Dies gab Brussels Airlines am Freitag im Rahmen der Vorstellung der Jahresbilanz zum vergangenen Jahr bekannt.
Brussels Airlines: Gewinnrückgang wegen Gewerkschaftsaktionen, Drohnensichtungen und Cyberangriff
Brussels Airlines, eine hundertprozentige Tochter der Lufthansa-Gruppe, hatte angekündigt, ihre Kapazitäten 2025 deutlich auszubauen. Und so kam es auch: Sie führte mehr als 68.500 Flüge durch, 11 % mehr als im Vorjahr. Die Passagierzahlen stiegen fast genauso schnell (+10 %) auf über 9,1 Millionen Fluggäste. Auch der Umsatz legte um 7 % auf 1,6 Mia. € zu.
Der Gewinn konnte jedoch nicht mithalten: Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) halbierte sich auf 28 Mio. €. Brussels Airlines nennt verschiedene Belastungen als Gründe, darunter nationale Gewerkschaftsaktionen, die den Flugverkehr im vergangenen Jahr sieben Mal beeinträchtigten und die Fluggesellschaft rund 15 Mio. € kosteten, Drohnensichtungen, die zu Flugeinstellungen führten, sowie einen Cyberangriff am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem (Flämisch-Brabant).
„Außerplanmäßige betriebliche Zwischenfälle“
Darüber hinaus kam es laut Jahresbericht der deutschen Muttergesellschaft Lufthansa zu „mehreren betrieblichen Zwischenfällen, die die Langstreckenflotte betrafen“. Brussels Airlines gab an, dass einige Flugzeuge aufgrund planmäßiger und außerplanmäßiger Wartungsarbeiten zeitweise länger als geplant am Boden blieben. Die „Herausforderungen mit der Langstreckenflotte“ verursachten Kosten in Höhe von 19 Mio. €, unter anderem weil die Fluggesellschaft zur Behebung der Probleme ein Langstreckenflugzeug extern charterte.
„Trotz einiger erheblicher Rückschläge war Brussels Airlines im Jahr 2025 profitabel. Dies beweist die Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Brussels Airlines“, so CEO Dorothea von Boxberg in einer Pressemitteilung zur Jahresbilanz: „Unsere Ambitionen reichen jedoch weiter: Wir benötigen Mittel, um in die Erneuerung unserer Flotte, Produktverbesserungen und die Vernetzung Belgiens insgesamt zu investieren.“


