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Bauarbeiten: Ab Anfang 2027 sollte der Westschelde-Tunnel in Zeeland möglichst gemieden werden - Die Wirtschaft ist besorgt

Der Tunnel unter der Westschelde verbindet Zeeuws-Vlaanderen mit Süd-Beveland. Jetzt wurde im nördlichen Teil des Tunnels ein Riss entdeckt, der repariert werden muss. Und das wird zu erheblichen Verkehrsproblemen führen. Die Wirtschaft und der Fusionahagen North Sea Port, der auf beiden Seiten der Westerschelde liegt, hegen angesichts der geplanten Verkehrsführung während der Arbeiten Bedenken. 

Andreas Kockartz
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Durch die Bauarbeiten wird dieser Tunnel ab dem 11. Januar 2027 für mindestens vier Monate gesperrt. Der gesamte Verkehr muss dann durch jeweils eine Tunnelfahrbahn laufen. Die Sperrung erfolgt stündlich und dann geht es über die Gegenfahrbahn in entgegengesetzter Richtung weiter.

Autofahrer müssen die Durchfahrt zudem im Voraus online buchen. Der Verkehr innerhalb Zeelands wird priorisiert. Die meisten Autofahrer aus Richtung Flandern müssen daher tagsüber einen kilometerlangen Umweg über Antwerpen in Kauf nehmen, um mit dem Auto nach Zeeland zu gelangen.

Bedenken von Seiten des North Sea Port      

Der North Sea Port-Fusionshafen, zu dem die Häfen Gent, Vlissingen und Terneuzen (die beiden letzten Häfen liegen in Zeeland), gehören, ist besorgt über die „wechselnde Sperrung und das geplante Blockfahren“ durch den Westschelde-Tunnel während der laufenden Bauarbeiten. Der Fusionshafen sieht große Unsicherheiten hinsichtlich dieser Sperrung: „Wir haben die Durchfahrt in beide Richtungen beantragt“, so Sprecher Johan Bresseleers.

Die Westschelde ist für den North Sea Port von enormer Bedeutung - nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Beschäftigten. Viele arbeiten direkt gegenüber auf der anderen Seite der Schelde: „Unsere größte Sorge gilt dem Güterverkehr, der durch den Tunnel die Unternehmen von Nord nach Süd und umgekehrt versorgt. Wir wissen nicht, ob dies alles weiterhin möglich sein wird.“

„Auswirkungen in Millionenhöhe“

Die Auswirkungen der Bauarbeiten werden in jedem Fall erheblich sein, so Bresseleers: „Unternehmen könnten aufgrund der Verkehrssituation im Westerschelde-Tunnel schnell Verluste in Millionenhöhe erleiden. Deshalb fordern wir eine schnellstmögliche Fertigstellung der Arbeiten. Wir wissen im Übrigen noch nicht, ob die Arbeiten rund um die Uhr durchgeführt werden können.“ Bresseleers glaubt, dass es neben dem Tunnel auch andere Möglichkeiten gibt, einen reibungslosen Ablauf der Verkehrsströme zu gewährleisten: „Vielleicht könnten auch mehr öffentliche Verkehrsmittel und Fähren eingesetzt werden.“

Industrie- und Hafenanlagen entlang der Westerschelde

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