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Vom Louiza-Tunnel bis zum Reyers-Gelände: Beliris investiert jährlich 50 Mio. € in Brüssel

Der staatliche Brüsseler Finanzierungsfonds Beliris wird für den Rest der Legislaturperiode jährlich 50 Mio. € für Mobilitäts- und Bauprojekte in der Hauptstadt-Region bereitstellen. Dies bestätigte Bundesinnenminister Bernard Quintin (MR), der auch für Beliris zuständig ist. Die neue Brüsseler Regionalregierung stockt diesen Betrag um weitere 50 Mio. € jährlich für die Sanierung der Verkehrstunnel auf, wie die regionale Nachrichtenplattform BRUZZ meldet.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Innenminister Bernard Quintin von den frankophonen Liberalen MR, zuständig auch für Beliris, stellte am Dienstag im Rahmen der Sitzung des Mobilitätsausschusses in Abgeordnetenkammer des belgischen Bundesparlaments mehrere Projekte vor, die in diesem Jahr von dem Brüssel-Fonds finanziert werden.

Es war bereits bekannt, dass Beliris während dieser Legislaturperiode jährlich 50 Mio. € in Bau- und Mobilitätsprojekte in der Region investieren wird. Die Brüsseler Regierung stellt ebenfalls jährlich 50 Mio. € für Tunnel, Brücken und Viadukte bereit. Diese Beträge sind getrennt von den Mitteln, die die regionale Verkehrsbehörde Brussels Mobility für die Sanierung regionaler Straßen und öffentlicher Plätze erhält, ausgenommen.

Innenminister Quintin erläuterte die Beliris-Projekte am Dienstag im belgischen Bundesparlament. Der Mobilitätssektor wird den Großteil dieser Mittel verwenden. Dies betrifft vor allem die Sanierung von Verkehrstunneln wie dem Louiza-Tunnel und dem Belliard-Tunnel, so der Minister: „Zusätzlich werden Mittel für Parkplätze an den Stadträndern, wie in Stalle bereitgestellt, um Autofahrer zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu animieren.“

Einige Projekte

Quintin erwähnte außerdem Pläne für ein grünes Stadtviertel auf dem Reyers-Gelände, wo die Funkhäuser von VRT und RTBF einen neuen Mediapark eröffnen, und in der Nähe des Meiser-Platzes, dem in der Nähe liegenden Verkehrsknotenpunkt in der Gemeinde Schaarbeek, sowie im Projekte im Biestebroeck-Viertel in Anderlecht, „aber auch entlang des Kanals, an den Kais und in der Oberstadt.“

„Nach Abschluss der laufenden Studien werden im Anschluss an diese Projekte zusätzliche Mittel für die Radschnellwege und die Arbeiten an der Bockstaellaan benötigt“, fügte Quintin hinzu. Schließlich seien auch im Bereich des Brüsseler Bahnhofs Süd/Midi zusätzliche Ressourcen erforderlich, sagte er: „Bereits bereitgestellte Mittel für diesen Zweck blieben ungenutzt, da die Region keine klare strategische Entscheidung getroffen hat.“

Ab April 2026 werden Bereiche der unterirdischen Trambahnhofs der sogenannten Premetro am Bahnhof Süd/Midi rund ein Jahr lang für umfangreiche Bauarbeiten gesperrt. Die regionale Brüsseler ÖPNV-Gesellschaft MIVB/STIB richtet Ersatzfahrpläne und -routen ein, bei der einige Buslinien die teilweise gekappten Straßenbahnlinien dann ersetzen werden. Betroffen sind davon die Tramlinien 4, 10, 51, 81 und 82.  

Die Tram- bzw. Premetro-Station Brüssel Süd/Midi wird ab Ende Aprim für ein Jahr wegen Bauarbeiten gesperrt

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