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Flämischer Jugendrat fordert Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche ohne stabile Wohnsituation

Der Flämische Jugendrat hat am Montag gemeinsam mit elf zivilgesellschaftlichen Organisationen symbolische Immobilienschilder an Gebäuden in Flandern und Brüssel angebracht. Mit Slogans wie „Recht auf Wohnen – verletzt“ wollte die Organisation auf Kinder und Jugendliche ohne stabile Wohnsituation aufmerksam machen. Die Aktion erfolgte anlässlich des neuen flämischen Aktionsplans gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit.

Jens Van Reet Belga
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Nach Angaben des Jugendrats enthält der Plan zu wenige konkrete Maßnahmen, unklare Budgets und keinen klaren Zeitrahmen. Die Organisation fordert die flämische Regierung auf, den Plan nachzubessern.

In Flandern leben schätzungsweise 20.000 Menschen ohne stabile Wohnsituation, mehr als 5.000 von ihnen sind minderjährig. Fast ein Viertel der obdach- und wohnungslosen Bevölkerung ist somit jünger als 18 Jahre. Jede fünfte obdach- oder wohnungslose Person ist zwischen 16 und 25 Jahre alt. Zudem warten mehr als 210.000 Menschen auf eine Sozialwohnung.

Anna Roos, Vorsitzende des Jugendrats: „Wenn ein Minderjähriger obdachlos ist, versagt nicht dieses Kind, sondern die Politik. Kinder sollten sich keine Sorgen um Mietpreise, Wartelisten oder einen Schlafplatz machen müssen.“

Nach Ansicht des flämischen Ministers für Jugend, Hans Bonte (Vooruit, flämische Sozialisten), ist „ein Dach über dem Kopf die Grundlage von allem“. „Es ist wichtig, sich irgendwo sicher fühlen zu können – für die Gesundheit, damit die Kinder lernen können. Leider sehen wir, dass auch Kinder und Jugendliche mit einem überhitzten Mietmarkt konfrontiert werden. Vom Couchsurfing bis hin zu Jugendlichen, denen Obdachlosigkeit droht“, so Bonte.

Der Minister bezeichnete das als inakzeptabel. „Deshalb übernehme ich meine Verantwortung. Nicht nur, indem wir das Angebot erhöhen und mehr Sozialwohnungen bauen, sondern auch indem wir mit Mietzuschüssen in die Preisgestaltung auf dem privaten Mietmarkt eingreifen. Zudem werden wir Jugendliche im vulnerablen Alter von 18 Jahren besser unterstützen und begleiten. Denn jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Recht auf ein bezahlbares Dach über dem Kopf.“

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