Nach den Anschlägen vom 22. März 2016 auf den Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem und die Metrostation Maalbeek im Regierungsviertel der belgischen Hauptstadt haben die Versicherer in Belgien 88,2 Mio. € an Entschädigungen ausgezahlt. Dies geht aus einem Update der Vorgänge des Branchenverbands Assuralia hervor.
10 Jahre nach den Anschlägen auf Brüssel: Versicherungen zahlten bisher 88,2 Mio. € an Opfer aus
Anlässlich des 10. Jahrestages der Anschläge vom 22. März 2016 in Brüssel hat Assuralia, der Branchenverband der Versicherungsunternehmen, eine vollständige Aktualisierung der an die Opfer gezahlten Entschädigungssummen veröffentlicht. Demnach haben die Versicherer 88,2 Mio. € an Entschädigungen gezahlt, hauptsächlich für Personenschäden und immaterielle Schäden.
Den neuesten Zahlen zufolge beläuft sich der Gesamtschaden, der durch die Anschläge von damals entstanden ist, auf schätzungsweise 144,1 Mio. €. Daher wird zusätzlich zu den Entschädigungszahlungen eine finanzielle Reserve von 55,9 Mio. € von den Versicherern vorgehalten, um künftige Kosten, vorwiegend für Renten und medizinische Behandlungen, zu decken.
1.419 Schadensfälle
Bislang haben 1.419 Opfer bzw. Angehörige von Opfern Entschädigungsansprüche geltend gemacht. Davon wurden 1.081 am Flughafen Brüssel und 338 an der Metrostation Maalbeek verletzt. Dabei handelt es sich versicherungstechnisch gesehen um 30 Todesfälle, 21 schwere, 154 mittelschwere und 1.214 leichte Verletzungen.
Zum 31. Dezember 2025 wurden die Fälle von 986 Opfern abgeschlossen. Die noch offenen Fälle betreffen hauptsächlich Opfer, deren Gesundheitszustand noch nicht geklärt ist oder die eine Rente aus ihrer beruflichen Unfallversicherung beziehen. Für anerkannte 620 Opfer zahlt diese Versicherung die Entschädigung.
