Es wird keine umfassende Umstrukturierung und somit auch kein Sozialprogramm geben. Proximus wird den Stellenabbau primär durch natürliche Fluktuation auffangen, unter anderem durch die Nichtbesetzung von 800 Stellen, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.
Beim belgischen Telekomunternehmen Proximus werden in den nächsten Jahren 1.200 der 13.000 Stellen abgebaut
Das Unternehmen gab diesen Schritt am Freitag im Rahmen der Präsentation seiner Zukunftspläne bekannt. Das Unternehmen setzt zudem auf freiwillige Abfindungen und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. Künstliche Intelligenz soll außerdem zur Reduzierung der Arbeitsbelastung beitragen.
Warum will oder muss Proximus künftig mit weniger Personal auskommen? Weil das Unternehmen in den kommenden Jahren hohe Investitionen tätigen muss, z.B. in den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes, aber auch in den internationalen Softwarebereich, die deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Die Proximus-Aktie verzeichnete nach der Vorlage der Präsentation der Zukunftspläne des Telekomunternehmens an der Brüsseler Euronext-Börse einen deutlichen Kursverlust von 17 %. Dies liegt vor allem daran, dass die Dividende, also die Gewinnausschüttung an die Aktionäre, einschließlich der belgischen Regierung, in den kommenden Jahren halbiert wird.
