StopAlzheimer, die belgische Stiftung für Alzheimerforschung, stellt dieses Jahr über 5 Mio. € für Forschungsprojekte bereit, die auf die Heilung oder Verlangsamung des Fortschreitens von Alzheimer abzielen. Die Organisation hat zu diesem Zweck 23 wissenschaftliche Projekte ausgewählt, darunter auch solche der Universitäten Löwen (KU Leuven), Antwerpen (UAntwerpen) und Gent (Ugent), die Gelder bekommen werden. Die Mittel stammen in erster Linie aus Spenden und Erbschaften.
Dies zeige, dass Demenz zunehmend Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfahre, so Joost Martens, der Direktor von StopAlzheimer, gegenüber VRT NWS: „Diese Rekordsumme spiegelt ein wachsendes Bewusstsein in der Gesellschaft für die enormen Auswirkungen von Alzheimer wider. Wir investieren heute in Ideen, die morgen etwas bewirken können: Von der Früherkennung bis hin zu neuen Behandlungen, die die Krankheit verlangsamen oder sogar stoppen können.“
Die jetzt fließenden Mittel sind die höchste Summe, die StopAlzheimer jemals vergeben hat und laut der Organisation sogar die höchste Summe, die jemals in Belgien für die Alzheimerforschung zur Verfügung gestellt wurde.
„Mit dieser Förderung können wir Alzheimer in einem früheren Stadium erkennen“, sagt Professor Koen Van Laere (KU Leuven): „Wir können frühe Symptome von Alzheimer besser identifizieren und so Therapien entwickeln.“
Schätzungsweise 200.000 Menschen in Belgien leben mit Demenz, wobei Alzheimer die häufigste Form ist. Und diese Zahl steigt. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Demenz zu erkranken, liegt bei 1 zu 5. Das Risiko steigt mit dem Alter.
