Für Olga Lombardo (Foto im VRT-Radio 2-Studio), die neue Miss Belgien, war der Start ins Amt turbulent und positiv. Doch diese Euphorie wurde auch von rassistischen Kommentaren in den sozialen Medien überschattet. „Ich bekam einen Anruf von BBC News“, erzählte sie gegenüber VRT NWS und tatsächlich wurde sie in Großbritannien live im Fernsehen dazu interviewt.
Rassistische Beleidigungen gegen Miss Belgium: Olga Lombardo gibt sogar ein Interview bei der BBC
Olga erzählte ihre Geschichte mit einem Lächeln und sagte, dass ihr die Kommentare zwar nicht gefallen haben, sie sie aber auch nicht traurig machen: „Ich nehme an, es sind frustrierte Menschen und ich kann nichts dagegen tun. Sie sind in der Minderheit, Ausnahmen. Nein, ich war nicht überrascht. Meine Mutter hat mich darauf vorbereitet. Sie sagte, dass so etwas eines Tages passieren würde. Sie ist schwarz, kommt aus Gabun. Sie hat selbst schon zahlreiche rassistische Erfahrungen gemacht.“
In einem Gespräch mit VRT NWS zu diesen Rassismusfällen und zur Aufmerksamkeit, die die BBC ihr widmet - nicht zuletzt nach rassistischen Zwischenrufen bei der Bafta-Verleihung in Großbritannien - reagierte Olga Lombardo nicht viel anders, als im britischen Fernsehen.
VRT-Moderator und Newsanchor Riadh Bahri war sichtlich peinlich berührt, als er einige der Kommentare vorlas, die Olga in den sozialen Medien betrafen: „Das hat nichts Belgisches an sich.“ „Belgien ist am Ende.“ „Herzlichen Glückwunsch, Miss Belgien. Spiegelt das die Gesellschaft wider?“
„Diese Leute sind gestört“, antwortete Olga: „Die Kommentare sind meistens auch voller Rechtschreibfehler...“

