Die Gewerkschaften bei der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn haben eine Streikankündigung für neun Tage im März und April eingereicht, die sich über ganz Flandern erstrecken soll. Grund dafür sind die zusätzlichen Kürzungen, die die flämische Landesregierung Ende Januar bei dem ÖPNV-Unternehmen angekündigt hat.
ÖPNV in Flandern: Die Gewerkschaften bei De Lijn planen 9 Tage Streik im März und April gegen weitere Kürzungen
Im Januar wurden die Gewerkschaften darüber informiert, dass zusätzlich zu den 30 Mio. €, die bis 2026 bei De Lijn eingespart werden müssen, weitere Kürzungen in Höhe von 5,5 Mio. € vorgenommen werden. Die Gewerkschaften kündigten damals einen „Frühjahrsstreik“ an. Jetzt setzen sie ihre Worte in die Tat um und haben aufgrund des „Vertragsbruchs“ der flämischen Regierung eine Streikankündigung eingereicht.
In der ersten Aktionswoche, von Montag, dem 16. März, bis Freitag, dem 20. März, sind Aktionstage in den Provinzen Westflandern, Antwerpen, Flämisch-Brabant, Limburg und Ostflandern geplant. In der Woche vom 23. März, während der Osterprüfungen an weiterführenden Schulen, wird nicht gestreikt. In der zweiten Aktionswoche, der Woche vom 7. April, stehen Flämisch-Brabant, Limburg und Antwerpen im Fokus.
Überall in Flandern protestieren Pendler, Städte und Gemeinden sowie die Gewerkschaften gegen weitere Fahrplankürzungen, die die automatische Folge weiterer Einsparungen mit sich bringen, und in einigen Kommunen sind sogar gerichtliche Klagen gegen die weiteren Einsparungen bei De Lijn in Vorbereitung.
