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Inland
Justiz

Mutmaßlicher russischer Spion wegen Schmuggel von Rüstungsgütern verhaftet

Die Polizei hat in Brüssel einen mutmaßlichen russischen Spion verhaftet. Dies berichtete die russlandkritische Online-Zeitung „The Insider“ und die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Meldung. Viktor Labin soll über seine Firma Militärgüter nach Russland geschmuggelt haben, um europäische Sanktionen zu umgehen.

Andreas Kockartz Belga
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Gegen den Mann lag bereits seit einigen Monaten ein Haftbefehl vor. Er wurde kürzlich zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen von der Ratskammer dem Strafgericht überstellt. Die entsprechende Akte wird am Donnerstagnachmittag behandelt.

Offiziell ist Labin ein russischer Geschäftsmann, der von der Brüsseler Gemeinde Ukkel aus für die Firma Groupe D'investissement Financier tätig ist. „The Insider“ und andere Medien vermuten jedoch, dass er ein Agent des russischen Militärgeheimdienstes GRU ist. Seine Firma ist inzwischen geschlossen.

Laut „The Insider“ wurde Labin schon im Juni 2025 bei einer Hausdurchsuchung verhaftet. „Der vorsitzende Richter hat drei Belgier russischer Abstammung an das Strafgericht verwiesen“, so Bundesanwältin Yasmina Vanoverschelde. „Sie stehen im Verdacht, über belgische Unternehmen die von der EU im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verhängten Sanktionen umgangen zu haben.“

Schmuggel von Rüstungsgütern - Drei Verdächtige

Die Anklagepunkte lauten auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Umgehung von Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Rüstungsgüter. „In diesem Fall geht es konkret um Eisenoxid/Aluminiumoxid, Yttriumoxid und Drucksensoren zur Explosionskontrolle“, erklärte das Gericht.

„Die Verdächtigen sollen gefälschte Dokumente erstellt haben, um die wahre Natur der exportierten Produkte zu verschleiern oder die Verantwortung für ihre Taten auf andere abzuwälzen.“

Neben Viktor Labin, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, stehen auch einer seiner Söhne, R.L., und ein dritter Mann, I.P., unter Verdacht. Letzterer wurde gegen Kaution freigelassen, während gegen R.L. ein internationaler Haftbefehl erlassen wurde.

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