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Gesundheit

Rekordzahl von Organtransplantationen in Belgien im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr wurden in Belgien 1.093 Organtransplantationen durchgeführt. Dies geht aus Zahlen des Belgischen Roten Kreuzes Flandern und von Eurotransplant hervor. Am häufigsten werden Nieren, Lebern und Lungen transplantiert. Besonders auffällig ist der anhaltende Anstieg der Lebendnieren-Transplantationen in Flandern.

Andreas Kockartz
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„Im vergangenen Jahr wurden in Belgien 1.093 Organtransplantationen durchgeführt, 545 davon - die Hälfte - in Flandern“, so Professor Philippe Vandekerckhove, Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Flandern. Das Rote Kreuz ist für die Gewebetypisierung aller in Flandern transplantierten Organe zuständig. Die Zahl der Transplantationen in Belgien war noch nie so hoch. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2017 mit 1.041 Transplantationen übertroffen. Im Jahr 2020 sank diese Zahl auf einen Tiefststand mit 737 Transplantationen.

„Betrachtet man die Organspenden von Verstorbenen, so zeigt sich, dass in flämischen Krankenhäusern hauptsächlich Nieren (199), Lebern (139), Lungen (83) und Herzen (51) gespendet wurden. Darüber hinaus gab es mehrere Dutzend Mehrfachtransplantationen.“ Die Zahl der Nierentransplantationen von Lebendspendern steigt in Flandern wieder: „2023 gab es in Flandern 31 Nierenspenden von Lebendspendern. Diese Zahl stieg 2024 auf 48 und erreichte im vergangenen Jahr 52.“

Europäische Zusammenarbeit

Insgesamt standen am 31. Dezember 2025 rund 1.463 Belgier auf der Warteliste für ein neues Organ. Davon kommen 702 Patienten aus Flandern. Laut dem Roten Kreuz sind diese Zahlen mit denen der Vorjahre vergleichbar. Unser Land kooperiert mit sieben anderen europäischen Ländern im Bereich Organspende und -transplantation, mit den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Eurotransplant koordiniert den Austausch und die Zuteilung von Spenderorganen zwischen diesen Ländern.

„Durch diese Zusammenarbeit mit anderen Ländern können wir die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand ein passendes Organ von uns erhält und sicherstellen, dass diese Organe Leben retten“, sagt Lungentransplantationschirurg Dirk Van Raemdonck von den Uniklinik in Löwen (UZ Leuven, Flämisch-Brabant), Vorsitzender des Aufsichtsrats von Eurotransplant: „Die Kooperation erweist sich als erfolgreich, denn noch nie zuvor wurden so viele Transplantationen durchgeführt.“

Voraussetzungen

Für eine Organtransplantation müssen sowohl die Blutgruppe als auch die Gewebeart von Patient und Organspender kompatibel sein. „Bevor eine Organtransplantation erfolgen kann, bestimmen wir die Gewebeart von Spender und Patient in unserem Speziallabor HILA“, erklärt Professor Vandekerckhove: „Sobald diese Information vorliegt, prüft Eurotransplant, wem auf der Warteliste am besten mit dem Organ geholfen werden kann. Anschließend überprüfen wir die Kompatibilität durch verschiedene Tests. Wenn alles positiv verläuft, kann die Transplantation erfolgen. Oftmals ist schnelles Handeln entscheidend. Wir sprechen hier von Stunden, nicht von Tagen. Unser HILA-Labor ist rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche im Einsatz.“

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