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Gesundheit

Das Rote Kreuz Flandern will die Abhängigkeit von Blutplasma aus den USA verringern

Das flämische Rote Kreuz unternimmt Schritte, um Belgiens bzw. Flanderns Abhängigkeit von Blutplasma-Lieferungen aus den USA zu reduzieren. Laut einem Bericht in der flämischen Tageszeitung De Standaard bezieht Belgien derzeit rund 50 % seines Blutplasmabedarfs aus den USA. Dies trotz einer insgesamt stabilen Blutversorgung im Inland.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das flämische Rote Kreuz hofft, bis 2028 einen Wendepunkt zu erreichen. Bis dahin möchte es erstmals mehr Plasmaspenden als herkömmliche Blutspenden sammeln. Die Bemühungen um eine Steigerung der heimischen Blutplasma-Gewinnung spiegeln die weltweit steigende Nachfrage nach Plasma wider. Blutplasma wird zur Herstellung lebensrettender Medikamente für Patienten mit Immunerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen und bestimmten chronischen Erkrankungen verwendet.

Blutplasma ist ein flüssiger Bestandteil des Blutes. Es besteht zu über 91,5 % aus Wasser, die restlichen 8,5 % setzen sich aus Proteinen, Zucker, Fetten, Salzen, Hormonen und Vitaminen zusammen. Bei der Plasmaspende wird das Plasma vom Blut getrennt und die roten Blutkörperchen dem Spender zurückgeführt. Da sich Plasma schneller regeneriert, können Spender alle zwei Wochen Plasma spenden. Blutspenden sind dagegen nur alle zwei Monate möglich.

Das flämische Rote Kreuz betont die Notwendigkeit, die Blutplasmaspenden auszuweiten. Die weltweite Nachfrage nach plasmabasierten Medikamenten steigt stetig. Eine Steigerung der Blutplasmaversorgung im eigenen Land stärkt Belgiens strategische Autonomie im Gesundheitswesen und soll für mehr Sicherheit in internationalen Krisenzeiten sorgen.

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