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Belgien schickt Essyla mit „Dancing on the Ice“ zum Eurovision Song Contest

Die Sängerin Essyla (29, Foto) wird Belgien beim Eurovision Song Contest im Mai in Wien vertreten. Sie wird den Song „Dancing on the Ice“ singen. Belgien tritt am Dienstag, den 12. Mai, im ersten Halbfinale an. Dieses Mal wurde der französischsprachige öffentlich-rechtliche Sender RTBF mit der Auswahl der belgischen Kandidatin für den Eurovision Song Contest beauftragt. Die umstrittene Teilnahme Israels am Song Contest sorgt auch in Belgien für kontroverse Diskussionen. 

Andreas Kockartz
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Wie üblich verzichtete RTBF auf eine im Fernsehen übertragene Vorauswahl; der Sender wählte die Kandidatin selbst hinter den Kulissen aus. Die Wahl fiel auf Essyla, den Künstlernamen von Alice Van Eesbeeck aus Perwez in Wallonisch-Brabant. Essyla ist Alice rückwärts. „Mit ihrem kapriziösen Charakter und ihrem exzentrischen Aussehen verkörpert die Sängerin, Autorin und Komponistin Essyla eine Popgeneration mit farbenfrohen und vielseitigen Funk- und Groove-Einflüssen“, erklärt RTBF.

Jugendliche Entschlossenheit

Wie so oft bei RTBF-Teilnehmern besteht auch bei Essyla eine Verbindung zu „The Voice“. 2021 erreichte sie das Finale von „The Voice Belgique“. Auch zum Eurovision Song Contest gibt es eine klare Verbindung: 2019 nahm sie mit dem Chor Almakalia am Eurovision Choir Contest in Schweden teil. Belgien schaffte es damals nicht ins Finale.

Essyla erzählt, sie sei mit französischen Liedern aufgewachsen, singe aber auf Englisch und habe bereits Songs wie „Let You Go“ und „Not My Kind of Dude“ veröffentlicht. Ihr Eurovision-Song heißt „Dancing on the Ice “. Es ist ein Elektropop-Song, der während eines Songwriting-Camps der belgischen Autorenrechtsvereinigung Sabam entstand und - wie könnte es anders sein - eine Botschaft vermittelt. „Es ist eine Botschaft der Hoffnung, eine Hymne an die Entschlossenheit der Jugend“, sagt sie.

Israel-Kontroverse

Belgien tritt am Dienstag, den 12. Mai, im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest an. Essyla muss sich, wenn sie hier durchkommt, am Samstag danach für das Finale qualifizieren. In diesem Jahr stimmen in den Halbfinals neben dem Televoting auch die Fachjurys ab. Das könnte für Belgien von Vorteil sein, da unser Land bei den Fachjurys in der Regel besser abschneidet.

Auch Israel kämpft in diesem ersten Halbfinale um einen Platz im Finale. Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest sorgt auch in diesem Jahr wieder für Kontroversen. Fünf Länder haben beschlossen, nicht teilzunehmen und den Wettbewerb zu boykottieren.

VRT wird nicht nach Wien reisen, die Berichterstattung erfolgt aus Brüssel

Die Gewerkschaften der öffentlich-rechtlichen Sender VRT (unser Haus, der flämische Rundfunk) und RTBF rufen Belgien ebenfalls zum Boykott des Eurovision Song Contest auf. Sie hatten die RTBF dazu aufgefordert, keinen Kandidaten zu entsenden, und die VRT gebeten, den Wettbewerb nicht zu übertragen. Unser Haus hat sich dafür entschieden, den Eurovision Song Contest zu übertragen, allerdings mit der notwendigen journalistischen und inhaltlichen Umrahmung. Auch in diesem Jahr wird der Eurovision Song Contest nicht vor Ort, sondern aus dem VRT-Funkhaus in Brüssel kommentiert.

Die RTBF ist für die belgische Teilnahme verantwortlich. Diese wurde im Dezember 2025 bestätigt, allerdings „unter Berücksichtigung der Lage in Gaza“, so der französischsprachige öffentlich-rechtliche Sender.

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