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„Das Maß ist voll“: Spanische Fußballfans beschädigen erneut Busse in Brügge

Spanische Anhänger des Fußballclubs Atlético Madrid schlugen am Mittwochabend die Scheibe eines Busses der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn ein. Ein weiterer Bus wurde ebenfalls beschädigt. Bereits Ende letzten Jahres hatten spanische Fußballfans (aus Barcelona) in Brügge einen Bus in Brand gesetzt. Die sozialistische Gewerkschaft ACOD zeigte sich enttäuscht: „Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist es wieder schiefgegangen.“

Andreas Kockartz
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Am Mittwochabend trug der FC Brügge sein Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid in Brügge aus (Resultat 3:3). Die spanischen Fans wurden mit Bussen vom Stadtzentrum bzw. vom Bahnhof aus zum Jan-Breydel-Stadion gebracht. In den Bussen kam es zu mehreren Zwischenfällen.

Petra Depoorter von der sozialistischen Gewerkschaft ACOD: „Eine Seitenscheibe eines Busses wurde eingeschlagen.“ Es gab auch einen zweiten Vorfall mit einem anderen Bus. Dieser Bus hatte leider auf dem Vrijdagmarkt eine Panne. Obwohl innerhalb von zwei Minuten ein Ersatzbus eintraf, wurde das hintere Dach des liegengebliebenen Busses von Innen vollständig zerstört. 

Zusätzliche Ordner

Ende letzten Jahres setzten spanische Fans des FC Barcelona in Brügge einen Bus von De Lijn in Brand, woraufhin die Fahrer die Weiterfahrt verweigerten. Schließlich wurden Maßnahmen ergriffen, so die Gewerkschafterin: „Es wurden klare Vereinbarungen mit der Polizei und der Stadt Brügge getroffen. Diese Vereinbarungen wurden bei den letzten beiden Europapokalspielen konsequent eingehalten: Es gab zusätzliche Ordner, verstärkte Polizeipräsenz und eine verbesserte Koordination unserer eigenen Dienste. Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen und der Tatsache, dass das gestrige Spiel kein Hochrisikospiel war, lief es erneut schief.“

Kein Gefühl der Unsicherheit

„Wir haben die vier beteiligten Fahrer kontaktiert, um uns nach ihrem Sicherheitsgefühl zu erkundigen. Sie gaben an, sich nicht unsicher zu fühlen. Sie bemerkten jedoch, dass Fans in angetrunkenem Zustand in den Bus einstiegen und dass im Bus geraucht wurde. Obwohl es also zu Unruhen kam, führte dies nicht direkt zu einem Gefühl der Unsicherheit beim Personal.“

Der Vandalismus an Bussen betrifft auch die regulären Fahrgäste: „Der Bus, der gestern Abend außer Betrieb genommen wurde, steht heute nicht zur Verfügung. Wir haben derzeit etwas Glück, dass Schulferien sind, wodurch der Bedarf an diesen Bussen etwas weniger dringlich ist. Sollte der Bus jedoch nicht bis Montag repariert sein, stehen wir vor einem großen Problem. Dann sind es die Fahrgäste, insbesondere die Schulkinder, die im Regen stehen bleiben.“

Verantwortung übernehmen

Nach dem jüngsten Vorfall hat Petra Depoorter genug: „De Lijn muss Verantwortung übernehmen und deutlich machen, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe die Kostenvoranschläge für die Reparaturen der Busse aus der letzten Fußballsaison angefordert. De Lijn wird dafür bezahlt, Fußballfans zu befördern. Wenn aber ein Bus komplett ausfällt, gibt es absolut keine Gewinnspanne und keine Produktivität.“

De Lijn erklärte, die Vorfälle zu verurteilen. Interne Gespräche über neue Maßnahmen laufen. „Wir werden mit allen Beteiligten sprechen und die nächsten Schritte festlegen“, sagte Sprecher Marco Demerling.

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