In der ostflämischen Karnevalshochburg Aalst ging der Karneval am Dienstagabend mit der traditionellen Verbrennung der Karnevalspuppe zu Ende. Dies löste bei den Karnevalisten große Emotionen aus. Das „eigentliche“ Ende des Karnevals fand am heute Mittwochmorgen statt: Der Bürgermeister bot den letzten Feiernden kostenloses Gebäck an, was sich viele von ihnen nicht nehmen ließen.
Symbolisch für das emotionale Ende des Karnevals in Flandern: In Aalst wurde die Puppe verbrannt
Die Verbrennung der Karnevalspuppe, die das Ende des Aalster Karnevals markiert, ist für die Karnevalisten stets ein besonders emotionaler Moment. Hunderte von Feiernden nahmen erneut an dem Ritual teil. Bürgermeister Christoph D'Haese und Karnevalsprinz Joshy De Troch wurden von den Karnevalisten ein letztes Mal herzlich umarmt.
Es war wie immer der Karnevalsprinz, der die Puppe anzündete: „Es ist ein ganz besonderes Gefühl“, sagte der Prinz: „Ich verabschiede mich nicht nur von diesen drei Tagen, sondern von so viel mehr. Ich habe mich so lange auf den Karneval vorbereitet, dass es mir wirklich etwas bedeutet, ihn jetzt zu beenden.“
„Der Alltag stand für einen Moment still, wir mussten an nichts denken“
Viele Karnevalisten waren tränengerührt, als die Puppe brannte. „Nicht nur der Karneval ist vorbei, sondern auch der Spaß, die Freiheit und die Unbeschwertheit“, so einer der Anwesenden: „Der Alltag stand für einen Moment still, wir mussten an nichts denken. Das werde ich vermissen. So einen Spaß kann man sonst nie erleben. Der Alltag ist viel zu ernst dafür.“
„Es war eine fantastische Ausgabe“, sagt ein anderer Aalster Karnevalsjeck: „Es hat geregnet und sogar geschneit. Und jetzt die Verbrennung der Puppe. Es ist wirklich unbeschreiblich, wie einzigartig das alles ist. Man spürt die Wärme und Liebe überall. Es ist unglaublich, unglaublich, unglaublich, unglaublich, unglaublich schön. Ich kann also nicht anders, als zu weinen und gehe dann morgen wieder arbeiten.“
Dann beginnt der Countdown fürs nächste Jahr. Aalst kehrt jetzt zur Normalität zurück und ein weiteres Jahr des Wartens, bis „alles wieder möglich und erlaubt ist“, beginnt. Doch zunächst erhalten die Karnevalsbesucher um 8 Uhr morgens Gebäck von Bürgermeister D’Haese…



