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Die Geschwister Ken (li.) und Kim (re.) Heyrman - in der Mitte Tania Van Kerkhoven.
Inland
Justiz

30 Jahre nach Verschwinden von Kim und Ken: DNA führt zum Mord an Tania Van Kerkhoven

Nach mehr als 30 Jahren gibt es möglicherweise einen Durchbruch im Fall der ermordeten Geschwister Kim und Ken Heyrman aus Antwerpen. Das berichtet die Gazet van Antwerpen, und wird von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Eine DNA‑Analyse zeigt, dass der Täter vermutlich derselbe Mann ist, der 1993 auch Tania Van Kerkhoven ermordet hat. 

Martina Luxen
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Aktualisiertupdate:

Das Verschwinden von Kim und Ken Heyrman gehört zu den bekanntesten Altfälle in Belgien. 

Bruder und Schwester, jeweils 8 und 11 Jahre alt, verschwanden am 4. Januar 1994, nachdem sie ihr Haus in Borgerhout verlassen hatten, um bei Freunden zu spielen. Gut einen Monat später, am 11. Februar, wurde Kims Leiche im Asiadok gefunden. Die Leiche ihres Bruders wurde nie entdeckt. 

Was genau geschah, ist bis heute ungeklärt. Der Täter wurde nie gefasst. 

Die Mutter von Kim und Ken, Tiny Mast (vorne links), auf einer Gedenkfeier für die ermordeten und verschwundenen Kinder in Belgien.

Verbindung zu anderem Mordfall 

Nun könnte möglicherweise Bewegung in den Fall kommen. Neue DNA‑Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang mit dem Mord an der 17‑jährigen Tania Van Kerkhoven aus Edegem. Ihre Leiche wurde am Morgen des 17. Juli 1993 im Gebüsch des Brilschansparks in Berchem gefunden. 

Neue Untersuchungen zeigen, dass in diesen Fällen dasselbe DNA‑Profil eines Mannes gefunden wurde. Bereits früher war dieselbe DNA bei zwei Vergewaltigungen auf dem linken Schelde-Ufer in Antwerpen aus derselben Zeit entdeckt worden. Die Person, zu der dieses DNA‑Profil gehört, ist bislang nicht identifiziert. 

Der Täter? 

Es könnte sich um die DNA des Täters handeln, doch die Staatsanwaltschaft Antwerpen bleibt vorsichtig. 

„Das Ermittlungsverfahren konzentriert sich in dieser Phase auf die Identifizierung des Mannes, um danach inhaltlich zu prüfen, welche Rolle er in jedem der vier Dossiers gespielt hat“, erklärt Sprecher Kristof Aerts. 

„Rund 100 Männer wurden eingeladen, eine DNA‑Probe abzugeben. Dabei wird untersucht, ob sie möglicherweise mit dem bei den Opfern gefundenen DNA übereinstimmt“, so Aerts.

Neue Phantombilder – über 100 Hinweise 

Dank der Fortschritte bei DNA-Untersuchungen kann heutzutage schon DNA auf einer einzigen Hautzelle gefunden werden. In diesen Altfällen wollen die Ermittler über verwandtes DNA an den Täter gelangen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden erst in mehreren Wochen erwartet.

Vor einigen Monaten hatte die Staatsanwaltschaft ein neues Phantombild zum Mord an Van Kerkhoven und den zwei Sexualdelikten veröffentlicht. „Daraufhin gingen mehr als 100 Hinweise ein, doch bislang hat dies nicht zur Identifizierung eines Verdächtigen geführt“, sagt Aerts. 

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