20 Jahre ist es nun her, dass das Atomium gründlich von innen und außen renoviert wurde. Aus diesem Anlass rückt das Brüsseler Wahrzeichen digitale Kunst in den Mittelpunkt, bietet zahlreiche Aktivitäten für das Publikum. Bestimmte Besucherinnen und Besucher werden sogar mit einem besonderen Geburtstagsgeschenk überrascht.
20 Jahre Renovierung des Atomiums: im Zeichen der Wissenschaft und Innovation
Fast 70 Jahre nach der Expo 58 bleibt das Atomium eines der bekanntesten Wahrzeichen Belgiens. Das Monument, das ein überdimensionales Kristall mit neun Kugeln darstellt, wurde von André Waterkeyn für die Weltausstellung im Jahre 1958 entworfen. 2006 musste das Gebäude renoviert werden. Die Arbeiten dauerten drei Jahre und kosteten 27,5 Millionen Euro. Seit seiner Wiedereröffnung zieht das Atomium Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an.
Mit dem Programm „Strahlender denn je seit 2006“ präsentiert das Atomium drei neue Kunstinstallationen, den Podcast L’Atomium Podcast Rénovation, neue belgische Kooperationen sowie ein Wochenende rund um die Wissenschaft.
Das i-Tüpfelchen? Alle, die am 18. Februar 2006 geboren wurden, dürfen das Wahrzeichen ein ganzes Jahr lang kostenlos besuchen.
Digitale Kunstinstallationen
Seit 2013 beeindruckt das Atomium regelmäßig mit Kunstwerken, die mit Klang und Licht spielen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurden am 14. Februar drei neue Installationen vorgestellt: Nimbus, Supply Chain und Rotonde.
„Jede Installation steht wirklich im Dialog mit dem Gebäude“, erklärt Arnaud Bozzini, der für die Ausstellungen des Atomiums verantwortlich ist. Über die Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Visual System sagt er: „Wir arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Man kann sogar sagen, dass das Atomium eine Art Labor für sie geworden ist – für digitale Kunst und Kulturerbe.“
Nimbus (Foto oben), entwickelt von Visual System, interpretiert die Formen des Atomiums neu und bietet eine Reise durch Licht und Klang. Die Musik stammt von Thomas Vaquié.
Ein weiteres Werk stammt vom französischen visuellen Künstler Romain Tardy: Supply Chain (Foto oben). Die Installation aus Spiegeln, beweglichen LED‑Screens, Projektoren und Musik schafft ein immersives Erlebnis. Die Komposition stammt vom Belgier Le Motel.
Merchandising
Zum Jubiläum hat das Atomium mehrere Kooperationen im Bereich Merchandising angekündigt, unter anderem mit den Schlümpfen, dem Brüsseler Juwelier Souris und dem Manneken Pis. So werden mehrere belgische Ikonen vereint, um das Atomium zu feiern.
Das Jubiläumsjahr endet mit dem Podcast über die Renovierung des Atomiums. Darin kommen Menschen zu Wort, die direkt an den großen Renovierungsarbeiten beteiligt waren: Arbeiter, Architektinnen und Architekten, aber auch Anwohner. Der Podcast bietet einen persönlichen Blick auf die Geschichte dieses emblematischen belgischen Bauwerks.
