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Meilenstein für die Oosterweel-Verbindung: Baubeginn eines komplexen Autobahnkreuzes mit 8 Tunneln

2026 ist ein weiteres wichtiges Jahr für die Oosterweel-Verbindung, ein milliardenschweres Projekt für die Umfahrung des Antwerpener Zentrums für den LKW- und den Durchgangsverkehr: Der Bau der letzten Abschnitte zur Fertigstellung des Antwerpener Autobahnring, das Oosterweel-Autobahnkreuz, kann beginnen. Dieses Autobahnkreuz ist ein komplexes System aus Auf- und Abfahrten und 8 Tunneln.

Andreas Kockartz Bente Vandekeybus
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Ein neues Jahr bedeutet auch eine Reihe neuer Maßnahmen für Oosterweel. 2026 erreicht das Projekt mit der Bauphase des Autobahnkreuzes Oosterweel und der Kanaltunnel einen wichtigen Meilenstein für die Fertigstellung des Antwerpener Autobahnrings. Auch die Arbeiten am Scheldetunnel laufen nebenher weiter. Für den Auftraggeber Lantis war 2025 fast vollständig dem Scheldetunnel gewidmet. Alle Tunnelabschnitte sind inzwischen fertiggestellt.

In diesem Jahr werden die letzten beiden Abschnitte miteinander verbunden: Durchbruch der Trennwände zwischen den Tunnelabschnitten, Bau des Straßennetzes, Beginn der Installation technischer Systeme wie Belüftung, Beleuchtung und Sicherheitsanlagen sowie die Sanierung der Schelde-Deiche. Radfahrer können den Tunnel ab 2028 befahren. Nach Abschluss dieser Arbeiten spricht man nicht mehr von einzelnen Tunnelabschnitten, sondern von einem einzigen Tunnel.

Knotenpunkt/Autobahnkreuz Oosterweel

Der Knotenpunkt Oosterweel ist ein komplexes Netz aus Ein- und Ausfahrten sowie Tunneln. Hier kommt der Scheldetunnel an Land und verbindet sich mit den Tunneln unter dem Albertkanal, die wiederum an den Antwerpener Ring angebunden sind. Die acht Tunnel des Knotenpunkts Oosterweel werden überdacht und darüber entsteht der zukünftige Ringpark „Noordkasteel“. 

Der Oosterweel-Bypass

Im vergangenen Jahr wurden Schlitzwände für den Bau des Knotenpunkts errichtet, wodurch die weitere Aushebung der Baugrube in diesem Jahr erleichtert wird. Die ersten Betonarbeiten haben bereits begonnen. „Der Bau des Scheldetunnels war technisch anspruchsvoll und der Bau des Autobahnkreuzes Oosterweel mit seinen acht Tunneln, die in zwei übereinanderliegende Kanaltunnel münden, ist noch komplexer“, so Gert Osselaer, Bauleiter bei Lantis.

Das Autobahnkreuz ist wichtig, weil es eine neue und zeitgemäße Verbindung zwischen der Stadt und dem Hafen von Antwerpen herstellt. Radfahrer, die ab 2028 durch den Scheldetunnel fahren können, werden das neue Autobahnkreuz direkt nutzen können, um vom linken zum rechten Ufer zu gelangen. Ab 2030 können Autos den Scheldetunnel passieren und über das Autobahnkreuz zum Hafen oder in den Norden von Antwerpen fahren.

Kanaltunnel

Die Fertigstellung des gesamten Autobahnkreuzes Oosterweel ist für 2033 geplant. Die Kanaltunnel sind dafür unerlässlich. Sie verbinden den Autobahnknotenpunkt Oosterweel mit dem Autobahnring Richtung Niederlande sowie mit Brüssel und Gent.

2025 wurde im Albertkanal eine riesige Baustelle eingerichtet. Der Raum zwischen den Spundwänden wurde mit Sand verfüllt, wodurch eine trockene Bauzone entstand. Dieses Jahr wird zwischen den Spundwänden eine Baugrube ausgehoben, in der der Tunnel gebaut wird. Inzwischen haben die Aushubarbeiten in der Nähe des Hafenhauses begonnen. Der nächste Schritt ist der eigentliche Tunnelbau, wobei der erste Beton noch vor dem Sommer gegossen wird.

Dieses Jahr wird eine Baugrube für die Kanaltunnel ausgehoben, in der der Tunnel gebaut wird.

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