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Im Horta-Museum in Brüssel beginnt eine umfassende Renovierung – Dabei bleibt das Museum geöffnet

Das Horta-Museum im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles, das ehemalige Wohnhaus des weltberühmten Brüsseler Architekten Victor Horta, wird ab Ende 2026 umfassend restauriert. Die Fassade und verschiedene Ausstellungsräume des 1901 fertiggestellten Gebäudes (Baubeginn 1898) werden renoviert und der Besucherrundgang wird neu gestaltet, wie auch die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ meldete. Das Museum bleibt während der Arbeiten aber für das Publikum geöffnet.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Das Horta-Museum in Brüssel, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört) startet ein umfangreiches Restaurierungs- und Renovierungsprogramm mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 800.000 €. „Das Projekt ist Teil einer langfristigen Instandhaltungsstrategie und zielt darauf ab, die architektonische und künstlerische Integrität des Hauses zu bewahren und das Besuchererlebnis nachhaltig zu verbessern“, heißt es dazu von Seiten des Museums.

Die erste Phase der Restaurierung soll im November 2026 abgeschlossen sein. Eine zweite Phase folgt 2029 mit der Öffnung des Gartens für die Öffentlichkeit und der Neugestaltung des Ateliers.

„Historisch korrekte Restaurierung“

„Die Fassaden zur Straße und zum Garten werden umfassend restauriert, wobei besonderes Augenmerk auf dringende bauliche Mängel wie den Zustand der Fensterrahmen, die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden und die Korrosion der Schmiedeeisenelemente gelegt wird“, so das Museum: „Gleichzeitig streben wir eine historisch korrekte Restaurierung von Farben, Materialien und Oberflächen an, basierend auf stratigrafischen Untersuchungen und traditionellen Techniken.“

Die Fensterrahmen werden in einer Werkstatt restauriert, Schmiedeeisenelemente und Gesimse repariert und Holzbauteile nach traditionellen Verfahren behandelt. Darüber hinaus werden der Speisesaal und die Veranda gründlich renoviert, wobei den Reliefs, dem Marmor, den Mosaiken und den Möbeln besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Reliefs des belgischen Bildhauers Pieter Braecke, die in den 1970er Jahren verdeckt wurden, werden nach und nach freigelegt, um sie vollständig zu präsentieren.

Das Museum arbeitet außerdem daran, die Veranda als Ausstellungsraum für die japanischen und chinesischen Kunstsammlungen von Victor Horta umzugestalten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Geschichte sowie privaten Sammlern, was die historische und museo-grafische Kohärenz des Gesamtprojekts stärken soll.

Öffentliche und private Unterstützung

Das Museum bleibt während der Arbeiten für die Öffentlichkeit geöffnet. „Während der gesamten Restaurierung wird das Museum der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit widmen. Dadurch werden die Besucher mit den Herausforderungen, den verschiedenen Phasen und dem erforderlichen Fachwissen für den Erhalt des Kulturerbes vertraut gemacht“, heißt es dazu. Das Museum plant, dies durch dreisprachige Erläuterungen mit Bildmaterial an der Fassade und in den betroffenen Bereichen zu ergänzen.

Das Renovierungsprojekt mit einem Gesamtbudget von 800.000 € wird durch die Unterstützung von Urban Brussels, der Brüsseler Gemeinde Sint-Gillies, dem Baillet-Latour-Fonds, Eigenmitteln des Museums (aus Ticketverkäufen und dem Museumsshop) sowie durch eine Finanzspritze eines neuen Förderers ermöglicht.

Horta-Museum im Hortahaus, Amerikastraat 27, 1060 Brüssel. Info: https://hortamuseum.be/

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