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Flandern: 17 % der Betroffenen, die im Januar nach 20 Jahren Arbeitslosigkeit ihre Zulagen verloren, haben jetzt einen Job

Neue Zahlen des flämischen Arbeitsamtes VDAB zeigen, dass 17 % derjenigen, die im Januar und Februar im Rahmen von Maßnahmen der belgischen Bundesregierung ihre Arbeitslosenunterstützung verloren haben oder verlieren werden, wieder eine Beschäftigung gefunden haben. Dies betrifft insbesondere die Gruppe derer, die seit 20 Jahren oder länger arbeitslos waren. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Unter den jungen Menschen, die in den ersten Monaten dieses Jahres ihre Integrationsleistungen verloren haben, sind 32 % inzwischen wieder erwerbstätig. Ende Januar zählte das VDAB 3.626 Arbeitssuchende, die zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar ihre Leistungen verloren hatten und für die ein Übergang in den Arbeitsmarkt möglich ist.

Dies bezieht sich auf die Gruppe derjenigen, die in der ersten Welle ihre Arbeitslosenunterstützung verloren haben. Von dieser Gruppe sind 23 % (856 Personen) wieder erwerbstätig. Zu dieser Gruppe gehören sowohl Personen, die seit mehr als 20 Jahren arbeitslos sind, als auch junge Menschen, die ihre Integrationsleistungen verloren haben.

Es liegen allerdings deutliche Unterschiede vor: Von den betroffenen 1.582 Arbeitssuchenden unter 25 Jahren haben 32 % eine neue Stelle gefunden, das entspricht 516 jungen Personen. Von den 2.044 Arbeitssuchenden, die seit 20 Jahren oder länger Leistungen beziehen, sind 17 % wieder erwerbstätig. Es gibt auch eine Gruppe von Arbeitssuchenden, die aktuell Sozialberatung in Anspruch nehmen. Für sie ist der Schritt in eine Beschäftigung (derzeit) zu groß.

Worum geht es hier?

Am 1. Januar 2026 verlor im belgischen Bundesland Flandern im Rahmen von entsprechenden Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag der belgischen Bundesregierung eine erste Gruppe von über 20.000 Menschen ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld bzw. Sozialleistungen. Dazu gehören Arbeitslose, die seit 20 Jahren oder länger nicht mehr gearbeitet haben, und Schul- oder Studienabgänger, die seit mehr als einem Jahr lediglich Integrationsleistungen bezogen haben.

Zwei Monate später, am 28. Februar, folgt eine weitere Gruppe von 40.000 Arbeitssuchenden bzw. Langzeitarbeitslosen, die zwischen 8 und 20 Jahren arbeitslos sind. Vier weitere Wellen von Langzeitarbeitslosen werden 2026 und 2027 ihre Sozialleistungen verlieren. Die entsprechenden (aber teilweise auch in den eigenen Reihen umstrittenen) Maßnahmen der belgischen Bundesregierung sollen dafür sorgen, mehr lange erwerbslose Menschen wieder in Arbeit zu bringen.

„Beweis, dass es funktioniert“

„Das sind ermutigende Zahlen. Und das ist zum Teil der intensiven und unterstützenden Hilfe des VDAB zu verdanken. Die Begrenzung der Arbeitslosigkeit im der Zeit beweist ihren Wert. Die Bundesregierung hat daher die richtige und mutige Entscheidung getroffen“, sagt Zuhal Demir (N-VA), Flanderns Landesarbeitsministerin dazu

Doch dies sei erst der Anfang, so die flämische Nationaldemokratin Demir: „Wenn wir diese ersten Zahlen in eine strukturelle Erfolgsgeschichte verwandeln wollen, muss sich jeder zusätzlich anstrengen.“ Deshalb arbeitet Demir enger mit den flämischen Unternehmern zusammenzuarbeiten, um noch mehr Langzeitarbeitslose wieder zu einem Job zu verhelfen.

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