Insgesamt sind in Belgien fünf Babys nach dem Verzehr eines Nestlé-Produkts mit dem Toxin Cereulid infiziert worden. Dies teilte das flämische Gesundheitsministerium nach Laboruntersuchungen ihrer Stuhlproben mit. Die Kinder zeigten nur leichte Symptome. Bisher waren zwei Fälle bestätigt worden, doch inzwischen sind schon fünf Kleinkinder betroffen.
Fünf Babys über Nestlé-Milch infiziert, berichtet das flämische Gesundheitsministerium
„Wie in den vorherigen Fällen waren auch diesmal die Babys einige Monate alt und hatten kurz vor dem Auftreten der Symptome ein Nestlé-Milchprodukt aus der zurückgerufenen Gruppe konsumiert“, so das Ministerium.
Die Behörde betont, dass die entsprechenden Empfehlung an die Eltern unverändert bleiben. Es ist weiterhin wichtig, sorgfältig zu prüfen, ob die zu Hause vorhandenen Milchprodukte vom Rückruf betroffen sind. Diese sollten auf keinen Fall verwenden werden.
Eine vollständige Liste der zurückgerufenen Produkte finden Sie auf der Website der belgischen Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit FAVV/AFSCA . Zu den betroffenen Marken gehören Nestlé, Danone und Vitagermine/Babybio. Leider ist diese Webseite einer staatlich-belgischen Behörde nur in den Sprachen Niederländisch und Französisch abrufbar und nicht in der dritten belgischen Landessprache Deutsch.
Nestlé reagiert
Nestlé versichert inzwischen, dass alle aktuell im Handel befindlichen Dosen absolut sicher sind. Nestlé-Belgien-Sprecher Jan Moors äußerte sich dazu in der VRT-Sendung „WinWin“ auf Radio 2. Dies war die erste, wenn auch mündliche Stellungnahme des Unternehmens zu diesem Sachverhalt.
Nachdem das Toxin Cereulid in einer bestimmten Zutat nachgewiesen wurde, wechselte das Nestlé umgehend den Lieferanten. Die entsprechenden Tests auf den strenger geworden und nach einem Rückruf wurden alle Dosen mit problematischen Chargennummern aus dem Verkehr gezogen.
