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Lärmbelästigung durch den Flughafen Brüssel - Drei Bürgermeister kritisieren neue Flugroute über Brüssel

Die Bürgermeister von Koekelberg, Schaerbeek und Sint-Jans-Molenbeek zeigten sich am Montag bei einem Treffen mit dem Büro des Bundesverkehrsministers Jean-Luc Crucke (Les Engagés) enttäuscht über die häufige Nutzung einer neuen Flugroute. Diese Route führt seit dem Sommer dazu, dass die Wohnungen von rund 450.000 Brüsseler Einwohnern regelmäßig überflogen werden. Im vergangenen Sommer wurde die Route RNP-07 als vorübergehend und dringend angekündigt. Jetzt wird deutlich, dass die die Nutzung dieser Route trotz des Protests von Bürgerinitiativen bis mindestens Ende Oktober 2026 verlängert wird.

Andreas Kockartz Belga
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Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern Olivia P'tito (Koekelberg, PS), Audrey Henry (Schaerbeek, MR) und Amet Gjanaj (Molenbeek, PS) verurteilten die „inakzeptable“ Verschiebung in einem „enttäuschenden Treffen mit dem Büro von Minister Crucke“ am 4. Februar, das „nach monatelangem Drängen“ stattfand. Der einzige Tagesordnungspunkt des Treffens: die „Route Crucke“ (alias RNP-07), die sich zu einer regelrechten Luftautobahn entwickelt hat und für die 450.000 Einwohner im Norden Brüssels unerträgliche Lärmbelästigung verursacht.

Laut den Bürgermeistern hat ihnen das Kabinett keine konkreten und klaren positiven Perspektiven aufgezeigt. Das Kabinett Crucke betonte den Wunsch von Seiten der Flugsicherung Skeyes, diese Flugrouten aufrechtzuerhalten und spielte seine eigene politische Verantwortung für die Verwaltung der Flugrouten und die Einhaltung der Wind- und Lärmschutzbestimmungen herunter. Die RNP-07-Route befinden sich derzeit in einer „Testphase“, wurde den Bürgermeistern mitgeteilt.

Nachtflüge

Ohne die Anforderungen an die Flugsicherheit und die Einhaltung europäischer Standards in Frage zu stellen, halten die betroffenen Brüsseler Gemeinden diese Argumente für unzureichend, um die intensiven Überflüge dicht besiedelter Wohngebiete zu rechtfertigen. Zudem würden die bestehenden Brüsseler Lärmschutzbestimmungen nicht eingehalten.

In ihrem Schreiben fordern die drei Bürgermeister den Minister dringend auf, unverzüglich die notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung der Belästigung zu ergreifen. Sie fordern ein wirksames Verbot von Nachtflügen zwischen 23:00 und 7:00 Uhr  sowie die Umverteilung des schweren Luftfrachtverkehrs über weniger dicht besiedelte Gebiete und die Priorisierung von Flugrouten, die einen Überflug der Region Brüssel vermeiden, die viel dichter besiedelt ist als die Peripherie, sprich den sogenannten Brüsseler Rand in Flämisch-Brabant.

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