Zum Hauptinhalt springen

IMEC und der EU-Chips-Act: Neue Produktionslinie für Mikrochips in Löwen in Betrieb genommen

Das Forschungszentrum IMEC in Löwen in Flämisch-Brabant hat eine neue Pilotlinie zur Entwicklung und Erprobung fortschrittlicher Chips in Betrieb genommen. Die Linie ist ein Ergebnis des „Chips Acts“, einer europäischen Gesetzgebung zur Förderung der Chipproduktion auf unserem Kontinent, um unsere Abhängigkeit von Chips aus Amerika und Asien zu verringern.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die finnische EU-Kommissarin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, Henna Virkkunen, legte einen Siliziumscheibe in eine Hightech-Chipmaschine ein und eröffnete damit offiziell die neue Produktionslinie im Forschungszentrum IMEC in Löwen (Foto oben), das der Katholischen Uni (KU Leuven) nahesteht.

Die Maschine kann Chipkomponenten im Nanometerbereich herstellen - 80.000 Mal kleiner als ein menschliches Haar. Die weißen Schutzanzüge, die der hohe Besuch bei der Eröffnungszeremonie trugen, sind notwendig, da dies in einem Cleanroom, einem staub- und vibrationsfreien Labor, erfolgen muss.

Die neue Anlage

Die neue Produktionslinie entspricht dem europäischen Chip-Gesetz „Chips Act“, das darauf abzielt, die Chipproduktion in Europa, genauer in der Europäischen Union, unabhängiger von Asien und Amerika zu machen. „Wir müssen nicht unbedingt selbst Chips herstellen, aber wir müssen dabei eine entscheidende Rolle spielen, beispielsweise in Forschung und Entwicklung“, sagte Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele von den flämischen Nationaldemokraten N-VA.

Das Projekt wird von der flämischen Landesregierung, der Europäischen Union und dem niederländischen Chipmaschinenhersteller ASML finanziert. Insgesamt wurden hier 2,5 Mia. € investiert.

Hoher Besuch bei der Inbetriebnahme der neuen IMEC-Mikrochips-Poroduktionslinie in Löwen

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5