Die belgische Elektrohandelskette Krëfel will fünf unrentable Filialen schließen und ihre Zentrale sowie die Logistik reorganisieren. Das könnte Folgen für 180 der insgesamt rund 1.100 Beschäftigten haben, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Elektrohandelskette Krëfel will 180 von 1.100 Stellen streichen
Die ersten Entlassungen sollen ab dem zweiten Quartal 2026 erfolgen. „Krëfel hat heute dem Betriebsrat seine Absicht mitgeteilt, einen Plan umzusetzen, mit dem das Unternehmen seinen Aktivitäten neuen Schwung verleihen und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern will“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Krëfel gibt an, seit einigen Jahren mit einer prekären finanziellen Situation konfrontiert zu sein, „in einem Markt, in dem der Wettbewerb hart ist und die Margen gering sind“. Die Initiativen, die Krëfel in der Vergangenheit ergriffen hat, um den Verkauf anzukurbeln und die Kosten zu kontrollieren, reichten nicht aus, um wieder profitabel zu werden. Ohne tiefgreifende Anpassungen sei das Fortbestehen des Unternehmens gefährdet, heißt es.
Der Transformationsplan soll Krëfel zu einem Akteur mit einem Omnichannel-Netzwerk von 64 Filialen machen. Omnichannel ist eine Geschäftsstrategie, die alle Online- und Offline-Vertriebskanäle (physisches Geschäft, Webshop, App, soziale Medien) vollständig zu einem nahtlosen und konsistenten Kundenerlebnis integriert.
Wo kommt der Name Krëfel her?
Der Name Krëfel ist von der deutschen Stadt Krefeld abgeleitet. Diese Stadt hatte für den belgischen Gründer Auguste-Marcel Poulet einen sentimentalen Wert, da er in der Nähe gearbeitet hatte. Der Name wurde gewählt, um eine Assoziation mit „deutscher Qualität“ zu wecken, wobei der Umlaut hinzugefügt wurde, um den deutschen Charakter zu verstärken.
