Zum Hauptinhalt springen
Inland
Defensie

Bald keine Altersgrenze mehr für Reservisten bei der Armee?

Bald könnte das Alter kein Hindernis mehr sein, um Reservist bei der belgischen Armee zu werden. In diesem Sinne hat der Abgeordnete Peter Buysrogge (N‑VA), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Parlament, einen Gesetzesvorschlag eingereicht. Die Streitkräfte hoffen dadurch, jährlich mindestens 1.000 neue Reservisten zu gewinnen. 

Belga Martina Luxen
Veröffentlicht:

Bislang gilt: Wer als Reservist zur Infanterie oder zur Marine als Matrose stoßen will, darf höchstens 34 Jahre alt sein. Für Offiziersanwärter liegt die Altersgrenze bei 50 Jahren. 

Buysrogge schlägt nun vor, diese Obergrenzen abzuschaffen. „Viele Menschen, die sich für eine Rolle als Reservist interessieren, stoßen an diese Altersbegrenzung. Dadurch entgehen uns viele Bewerbungen“, erklärte er in De Ochtend auf Radio 1. Einzig das Rentenalter soll weiterhin die absolute Höchstgrenze bleiben. 

Rolle der Reservisten 

Ein Reservist ist jemand, der neben seiner Hauptbeschäftigung freiwillig einen Beitrag zur Landesverteidigung leistet. „Es handelt sich nicht um eine Vollzeitstelle“, so Buysrogge: „Vielmehr geht es darum, bei Bedarf auf spezifische Expertise zurückgreifen zu können.“ 

Besonders gefragt seien berufliche Fähigkeiten und spezifisches Know‑how: Die Armee suche vom IT‑Spezialisten bis zum Lkw‑Fahrer alle möglichen Profile. Auch Köche, Matrosen oder Physiotherapeuten werden regelmäßig eingesetzt – meist für einige Wochen Dienst pro Jahr. 

Ziel: 1.000 Reservisten pro Jahr

Das Verteidigungsministerium möchte künftig mindestens 1.000 Reservisten jährlich rekrutieren und hofft, dass die neue Maßnahme dazu beiträgt. „Das ist natürlich ambitioniert, aber sie ist Teil eines größeren Pakets von Reformen. Zudem sehen wir großes Interesse – sowohl bei Jüngeren als auch bei Älteren, bei Männern wie Frauen“, sagt Buysrogge. 

Für Berufssoldaten bleiben die Altersgrenzen unverändert und richten sich weiterhin nach der jeweiligen Funktion. 

Massive Investitionen in die Verteidigung 

Die belgische Regierung plant unter Verteidigungsminister Theo Francken (N‑VA) massive Investitionen in diesem Bereich. Um das NATO‑Ziel von 2 % des BIP beim Verteidigungshaushalt zu erreichen, sollen in den kommenden Jahren insgesamt rund 17 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden. 

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5