Die FASNK, die föderale Lebensmittelagentur, hat eine zweite Infektion eines Babys in Flandern mit Spuren von Cereulid im Stuhl als Folge kontaminierter Nestlé-Milchprodukte bestätigt. Bereits vergangene Woche war dadurch ein Baby erkrankt. Das flämische Gesundheitsministerium rät Eltern, Milch und Milchpulver zu überprüfen.
Zweites Baby in Flandern nach dem Konsum von Nestlé-Milchprodukten infiziert
Bislang war nur ein bestätigter Fall eines Babys bekannt, das durch verdächtige Nestlé-Milchprodukte infiziert worden war, doch das Gesundheitsministerium erklärte bereits zuvor, dass diese Zahl vermutlich eine Unterschätzung ist.
Laboruntersuchungen haben nun einen zweiten Fall eines Babys in Flandern mit Spuren von Cereulid im Stuhl bestätigt. Auch diesmal handelt es sich um ein Baby von wenigen Monaten.
Dieses Baby erkrankte Mitte Januar für einige Tage an Durchfall und ist inzwischen wieder genesen. Das Kind hatte kurz vor Beginn der Symptome ein Nestlé-Milchprodukt aus der Gruppe der zurückgerufenen Produkte konsumiert.
Bei fünf weiteren untersuchten Kindern mit Darmbeschwerden konnte kein Cereulid im Stuhl nachgewiesen werden. Die Krankheitssymptome wurden also durch etwas anderes verursacht.
Erbrechen und wässriger Durchfall
Für Eltern bleibt der wichtigste Rat, genau zu prüfen, ob Nestlé-Milchprodukte, die sie zu Hause haben, von der Rückrufaktion betroffen sind, und diese dann auf keinen Fall mehr zu verwenden. Diese Kontrolle ist über die Website der FASNK und über die Website von Nestlé möglich. Auch Produkte der Marken Danone und Vitagermine/Babybio wurden zurückgerufen.
Die häufigsten Symptome einer möglichen Cereulid-Infektion sind Erbrechen und wässriger Durchfall, meist innerhalb von 30 Minuten bis 6 bis 8 Stunden nach dem Trinken der Milch. Die Beschwerden ähneln stark einer klassischen Magen-Darm-Grippe.
Wenn ein Baby solche Symptome zeigt, sollten Eltern am besten Kontakt mit einem Hausarzt oder Kinderarzt aufnehmen und erwähnen, dass ihr Kind (Nestlé-)Milchprodukte getrunken hat.
