Ein Paar aus der Stadt Landen (Provinz Flämisch-Brabant) wurde für schuldig befunden, illegale Sexpartys im Keller ihres Hauses organisiert zu haben. Dutzende Männer nahmen an Gangbangs und Gruppensex-Sessions mit mehreren Sexarbeiterinnen teil. Zwischen Oktober 2020 und Januar 2023 fanden mindestens 44 Orgien statt. Die Sexarbeiterinnen erhielten mehrere hundert Euro dafür, dass sie stundenlang mit so vielen männlichen Kunden wie möglich Sex hatten.
Freiheitsstrafen für Paar, das bezahlten Gruppensex im Keller seines Hauses organisierte
Der Fall kam ans Licht, nachdem die Sozialinspektion mehrere Kontrollen durchgeführt hatte. Es stellte sich heraus, dass die Sexpartys gut organisiert waren und dem Paar, das sie organisierte, viel Geld einbrachten.
Bei einer Kontrolle am 17. September 2022 fand die Polizei 101 Personen im Haus des Paares in Neerwinden bei Landen vor, darunter 11 weibliche Sexarbeiterinnen. 10 der Sexarbeiterinnen waren Brasilianerinnen, die sich illegal in Belgien aufhielten. Die Polizei stellte außerdem eine große Menge Bargeld im Haus sicher.
Bei einer zweiten Kontrolle am 3. Dezember 2022 wurden 40 männliche Kunden und 12 Sexarbeiterinnen in dem Haus angetroffen. Drei der Sexarbeiterinnen hielten sich illegal in Belgien auf. Erneut wurde eine große Summe Bargeld beschlagnahmt.
Am 7. Januar 2023 inspizierte die Polizei das Anwesen erneut. Während ihres Besuchs erhielt der Hauptverdächtige in diesem Fall mehrere Anrufe von einer Person, die ihn an diesem Abend in Beringen (Provinz Limburg) treffen wollte. Die Polizei begab sich zu dem Ort, an dem der Verdächtige sich mit seinem Komplizen verabredet hatte, und stellte fest, dass dort eine Orgie stattfand, an der etwa 50 Personen, überwiegend Männer, teilnahmen.
Sex-Keller
Die Sexpartys fanden hauptsächlich in einem entsprechens ausgestatteten Keller im Haus des Paares statt. Was 2020 klein begann, entwickelte sich zu größeren und besser organisierten Veranstaltungen.
Die Sexarbeiterinnen erhielten zwischen 350 und 600 Euro dafür, dass sie mit Dutzenden von Männern Sex hatten. Die männlichen Teilnehmer zahlten jeweils zwischen 250 und 300 Euro. Das Paar bewarb die Sexpartys über Messaging-Apps wie WhatsApp.
Freiheits- und Geldstrafen
Der Hauptverdächtige wurde zu 40 Monaten Haft verurteilt, davon 20 Monate auf Bewährung. Seine Partnerin erhielt eine 20-monatige Bewährungsstrafe. Sie wurden zu einer Geldstrafe von insgesamt 400.000 Euro verurteilt.