Die Königliche Akademie der Schönen Künste und das Königliche Konservatorium in Antwerpen werden die Einschreibegebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern deutlich erhöhen. Das berichtet die Zeitung Gazet van Antwerpen am Donnerstag. Fast jeder dritte Studierende an der weltberühmten Antwerpener Modeakademie kommt aus einem Nicht-EU-Land.
Antwerpener Modeakademie deutlich teurer für nicht-europäische Studierende: „13.500 Euro pro Jahr”
Chinesen, Brasilianer und andere Nicht-Europäer müssen im nächsten Studienjahr nicht mehr 8.000 Euro, sondern 13.500 Euro für ein Studium an der Modeakademie aufbringen. Diese Erhöhung ist das Ergebnis einer Entscheidung der flämischen Regierung, die beschlossen hat, Studenten von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) nicht mehr so stark zu fördern wie bisher.
Fast 20 Prozent aller Studierenden an der Königlichen Akademie der Schönen Künste und am Königlichen Konservatorium kommen aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Im Bereich Mode sind es sogar 30 Prozent.
„Da die Modeakademie viele ausländische Studenten anzieht, ist dieser Fachbereich stark betroffen“, sagt Karolien Loriers, Sprecherin der Hochschule. „Die Finanzierung von nicht-europäischen Studenten wurde pro Einrichtung auf 2 Prozent der Studentenpopulation begrenzt. Vor allem Mode ist ein sehr teurer Studiengang, die Studenten erhalten manchmal fast Einzelunterricht.“
Die Hochschule geht aber nicht davon aus, dass die Zahl der ausländischen Einschreibungen aufgrund der erhöhten Einschreibegebühren zurückgehen wird.

