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Züge am häufigsten verspätet in den Bahnhöfen von Genk und Eupen

Von den rund 140 wichtigsten Bahnhöfen des Landes bleibt jener von Genk in der Provinz Limburg der unpünktlichste. Die Pünktlichkeit im Bahnhof Genk lag im vergangenen Jahr bei 77,3 Prozent. Es folgt Eupen mit den zweitschlechtesten Pünktlichkeitswerten. In den Bahnhöfen von Fleurus und Charleroi-West in der Provinz Hennegau kommen die Züge hingegen am häufigsten pünktlich an.

Jens Van Reet Belga
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Genk ist zudem der einzige Bahnhof, in dem im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr als zwei von zehn Zügen mindestens sechs Minuten Verspätung hatten. Das geht aus Zahlen des Schienennetzbetreibers Infrabel hervor. Die Pünktlichkeit im Bahnhof Genk betrug im vergangenen Jahr 77,3 Prozent. Das war zwar eine Verbesserung gegenüber 2024 (75,7 Prozent) und 2023 (71,7 Prozent), als Genk ebenfalls das Schlusslicht der Pünktlichkeitsliste der wichtigsten Bahnhöfe bildete.

In Eupen, der Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft, lag die Pünktlichkeit im vergangenen Jahr knapp über 80 Prozent (80,6 Prozent). Ein weiterer limburgischer Bahnhof, jener von Hasselt, folgt mit einer Pünktlichkeit von 86,6 Prozent.

„Genk und Eupen sind Bahnhöfe, die am Ende einer Bahnlinie liegen und bei denen auf einem Teil der Strecke nur ein Gleis vorhanden ist“, erklärten die Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB und der Schienennetzbetreiber Infrabel in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Dadurch müssen die Züge in beide Richtungen dasselbe Gleis benutzen, was insbesondere bei Zwischenfällen dazu führt, dass weniger Spielraum zur Abfederung von Störungen besteht und schneller ein Dominoeffekt auf andere Züge entsteht.“

„Zudem halten sowohl in Genk als auch in Eupen zwei wichtige IC-Verbindungen, die nahezu das gesamte Land durchqueren. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese Züge von Verspätungen betroffen sind, etwa durch Unfälle oder Personen im Gleisbereich oder durch technische Probleme an der Schieneninfrastruktur oder an einem Zug“, heißt es weiter.

Im Bahnhof Hasselt wurde in den vergangenen Jahren hingegen intensiv gearbeitet, sowohl an der Schieneninfrastruktur als auch am Bahnhof selbst. „Dadurch standen weniger Gleise und Bahnsteige zur Verfügung. Vor allem bei Zwischenfällen hatte dies Auswirkungen auf die Pünktlichkeit“, so die Erklärung.

Am pünktlichsten in der Provinz Hennegau

Die pünktlichsten größeren Bahnhöfe waren jene von Fleurus und Charleroi-West in der Provinz Hennegau mit einer Pünktlichkeit von 97,6 Prozent, gefolgt von Spa (Provinz Lüttich) mit 97,2 Prozent. Der erste Bahnhof in Flandern auf der Liste ist Wondelgem (Ostflandern, 96,3 Prozent), knapp vor Ronse (Ostflandern, 96,2 Prozent).

„Ein pünktlicherer Zugverkehr ist und bleibt sowohl für die NMBS/SNCB als auch für Infrabel eine absolute Priorität“, betonen die beiden Bahnunternehmen. „Wir arbeiten daher weiterhin gemeinsam daran, unter anderem durch Investitionen in die Fahrzeuge, die Schieneninfrastruktur, die Instandhaltung und die Verbesserung unserer operativen Prozesse.“ 

Die Liste der wichtigsten Bahnhöfe umfasst rund 140 Stationen, etwa ein Viertel aller Haltepunkte in Belgien. Die Gesamtpünktlichkeit im belgischen Schienennetz verbesserte sich im vergangenen Jahr auf 91,7 Prozent. Es war das erste Mal seit vier Jahren, dass mehr als 90 Prozent der Züge pünktlich fuhren. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er planmäßig oder mit maximal sechs Minuten Verspätung ankommt.

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