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Gesundheit

Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen schwerer akuter Atemwegsinfektionen stabil auf hohem Niveau

Die Zahl der Menschen, die in unserem Land wegen schwerer akuter Atemwegsinfektionen ins Krankenhaus eingeliefert werden, bleibt stabil auf einem hohen Niveau. Das geht aus dem wöchentlichen Bulletin des Gesundheitsinstituts Sciensano hervor.

Jens Van Reet Belga
Veröffentlicht:

In der Woche vom 5. bis einschließlich 11. Januar lag die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen schwerer akuter Atemwegsinfektionen weiterhin bei 21,9 pro 100.000 Einwohner. Das ist derselbe Wert wie in der Vorwoche. Im sogenannten „Respi-Radar“ von Sciensano ist der Wert nach wie vor orange eingefärbt, was darauf hinweist, dass sich die Krankenhauseinweisungen auf einem hohen Niveau befinden.

Vor allem Grippe- und RSV-Infektionen tragen zu diesen Krankenhauseinweisungen bei. Aus dem Bericht von Sciensano geht jedoch hervor, dass die Zahl der positiven Labortests auf RSV insgesamt zurückgegangen ist. Das ist vor allem eine Folge der langsameren Ausbreitung bei Kindern im Alter von 0 bis einschließlich 4 Jahren. Bei den über 65-Jährigen ist hingegen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Laut Intensivmediziner Gerlant van Berlaer (Universitätsklinik Brüssel) steigt der Druck auf die Krankenhäuser, gerade weil sich der Anstieg der Einweisungen auf Erwachsene konzentriert. „Bislang waren die Krankenhauseinweisungen stärker auf Kinder und Erwachsene verteilt. Sie wurden in unterschiedlichen Abteilungen aufgenommen, sodass der Druck breiter verteilt war.“

In der Nähe der großen Städte könnten Menschen, die sich mit akuten Atemwegsinfektionen im Krankenhaus melden, gegebenenfalls in anderen Krankenhäusern untergebracht werden. Nicht dringende Krankenhausaufnahmen, die bereits geplant waren, können mancherorts ebenfalls verschoben werden.

Druck auf die Hausärzte

Aus dem Sciensano-Bericht geht zudem hervor, dass die Zahl der Arztbesuche wegen grippeähnlicher Beschwerden in der Woche vom 12. bis einschließlich 18. Januar gestiegen ist – auf 414 pro 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor lag dieser Wert noch bei 326 pro 100.000.

„Wir sehen, dass auch der Druck auf die Hausärzte zunimmt“, sagt van Berlaer. „In der vergangenen Woche meldete etwa ein Drittel der Ärzte eine erhöhte Arbeitsbelastung, nun sind es fast sechzig Prozent.“

Die Risk Management Group (RMG) des Föderalen Öffentlichen Gesundheitsdienstes hatte die Warnstufe für Atemwegsinfektionen bereits am vergangenen Donnerstag auf Code Orange angehoben. Diese Warnstufe weist auf eine „hohe Zirkulation von Atemwegserregern mit erheblichem Druck auf das Gesundheitssystem“ hin.

Bei Code Orange wird erneut dazu aufgerufen, bei Krankheit zu Hause zu bleiben. Darüber hinaus wird empfohlen, auch danach – solange noch milde Symptome bestehen und mindestens fünf Tage nach Beginn der Symptome – an belebten Orten, bei Kontakt mit gefährdeten Personen sowie bei allen Kontakten mit Gesundheitspersonal eine Maske zu tragen.

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