In ganz Flandern protestieren am Donnerstag zahlreiche Schülerinnen und Schüler gegen die Streichung pädagogischer Studientage und fakultativer Urlaubstage. Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA, flämische Nationaldemokraten) hatte die Änderungen angekündigt, um mehr Unterrichtszeit zu schaffen.
Schülerproteste in ganz Flandern gegen Streichung von Studien- und Urlaubstagen
Die Schülerinnen und Schüler zeigen sich unter anderem unzufrieden mit der Abschaffung der pädagogischen Studientage und der fakultativen Urlaubstage. Zudem wurde der Zeitraum zwischen der letzten Prüfung und den Ferien verkürzt.
Mehrere Schülerinnen und Schüler betonen, dass diese Tage gerade auch für Lehrkräfte eine wichtige Atempause darstellen. Demir hingegen will erreichen, dass die Lernenden dadurch mehr Zeit im Unterricht verbringen.
Gleichzeitig schlagen einige Jugendliche auch Alarm wegen des Lehrermangels, durch den Unterricht ausfällt oder Klassen überfüllt sind, was zulasten der Unterrichtsqualität geht. Zudem lehnen zahlreiche Schülerinnen und Schüler das Smartphoneverbot ab.
In Gent versammelten sich auf dem Vrijdagmarkt laut Polizeiangaben rund 400 Jugendliche. Sie skandierten Parolen wie „Schüler sind keine Roboter“ und „Zuhal Demir, so geht das nicht“.
Auch in Antwerpen kamen Jugendliche zu Protesten zusammen. Unser Reporter vor Ort zählte rund 100 Schülerinnen und Schüler auf dem Groenplaats.
Am Albertinaplein in Brüssel versammelten sich ebenfalls etwa 100 Jugendliche.
