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Belgiens Außenminister Prévot zu Trumps Grönland-Anspruch: „Wir dürfen nicht mehr naiv sein“

„Wir dürfen nicht mehr naiv sein, wir müssen mit einer guten Reaktion kommen.“ Das sagte Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés, frankophone Zentrumspartei) am Montag in der Sendung De Ochtend im VRT Radio 1 als Reaktion auf US-Präsident Trumps Ankündigung am Wochenende, neue Handelszölle gegen europäische Länder zu verhängen, die Soldaten nach Grönland entsenden.

Jens Van Reet
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„Wir verdienen Respekt, und wenn dieser mit Füßen getreten wird, müssen wir bedeutungsvoll reagieren“, sagte Prévot. Neben europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich, die einige Soldaten nach Grönland geschickt hatten, entsandte auch Belgien einen Soldaten auf die Insel.

Nun befinde man sich in einer paradoxen Situation, so Prévot. „Die Vereinigten Staaten haben darum gebeten, ihrer Sicherheit in der Arktisregion mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Daraufhin haben einige NATO-Länder beschlossen, für eine Erkundungsmission ein paar Soldaten nach Grönland zu schicken. Doch die USA scheinen dies als einen antiamerikanischen Schritt aufgefasst zu haben. Das ist natürlich falsch.“

Laut Prévot müsse nun vor allem diplomatisch gehandelt werden, um die Spannungen abzubauen. Sollte der Dialog mit den USA scheitern, müssten wirtschaftliche Sanktionen folgen, so Prévot. „Wir müssen auch den Mut haben, die Aktivierung des Antizwangsinstruments der Europäischen Union in Betracht zu ziehen (ein Paket wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen, Anm. d. Red.), die sogenannte Bazooka, die bislang noch nie eingesetzt wurde“, erklärte der Außenminister.

„Unsere Reaktion muss stark, geschlossen und verhältnismäßig sein. Die Erpressung, die Drohungen unseres ursprünglichen Verbündeten sind inakzeptabel.“

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