Jährlich passieren etwas mehr als 270 Millionen Tonnen Güter die belgischen Häfen. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Statistikamts Statbel hervor. Und das ist eine gute Nachricht. „Wir bleiben eines der wichtigsten maritimen Länder Europas“, erklären die Forscher von Statbel. Grund dafür seien die Spezialisierungen der Häfen und die geografische Lage Belgiens.
Belgien behauptet maritimen Status: 270 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen
Insgesamt bieten die belgischen Häfen Verbindungen zu mehr als 800 Destinationen weltweit an. „Auf diese Weise spielen sie eine strategische Rolle in mehreren internationalen Güterströmen“, heißt es.
Und auch wenn die Chemiebranche seit einiger Zeit unter Druck steht, beherbergt der Hafen von Antwerpen nach wie vor einen der größten Chemiecluster der Welt, nach Houston in den USA. Zeebrugge wiederum verfügt über das größte Autoterminal der Welt, und der Hafen von Gent ist eine tragende Säule für den Import und Export von Stahl.
„Diese privilegierte Position ist größtenteils der einzigartigen Lage Belgiens innerhalb des europäischen Marktes zu verdanken“, erklärt Statbel weiter. „Aber auch die umfangreichen Anbindungen an das Hinterland über verschiedene Verkehrsträger sind ein Plus. Dazu zählen die Binnenschifffahrt, die Bahn und die Straßen.“ Den Stillstand auf dem Antwerpener Ring lässt Statbel dabei außer Acht.
Allein innerhalb des Nordseebeckens exportieren die belgischen Häfen jährlich rund 16 Millionen Tonnen in andere Häfen der Region. Die Importe liegen bei etwa 10 Millionen Tonnen pro Jahr. Über längere Distanzen ist der Handel mit China bedeutend. Belgische Häfen verschiffen insgesamt rund 5,6 Millionen Tonnen Güter pro Jahr, während 9 Millionen Tonnen aus China in Belgien ankommen – das entspricht 25 Millionen Kilogramm pro Tag.
Schließlich exportieren die belgischen Häfen pro Jahr fast 10 Millionen Tonnen Güter in Richtung US-Häfen, während etwa 16 Millionen Tonnen aus den Vereinigten Staaten eingeführt werden.
