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Inland
Justiz

Mindestens 15 belgische Mädchen Opfer von Online-Missbrauch durch Niederländer

Mindestens 15 belgische Mädchen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren sind Opfer eines Niederländers geworden, der sie mit einem selbst entwickelten Spiel anlockte. Das erfuhr die Redaktion der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Die niederländische Staatsanwaltschaft bestätigte die Meldung gegenüber VRT NWS. Möglicherweise sind noch weitere Mädchen in die Falle geraten, auch in Belgien.

Jens Van Reet
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Ein 40-jähriger Mann aus Herten in den Niederlanden wird verdächtigt, mehr als 150 minderjährige Mädchen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren online missbraucht zu haben. Die Mädchen wurden dazu gebracht, vor der Kamera immer weitergehende sexuelle Handlungen auszuführen.

Er kam mit ihnen über ein Spiel in Kontakt, das er teilweise selbst entwickelt hatte. Über dieses Spiel mussten die Mädchen verschiedene Aufgaben ausführen, die sie über einen Chat erhielten.

Das begann mit harmlosen Aufgaben, steigerte sich jedoch zunehmend, wobei teilweise auch Kleidungsstücke ausgezogen werden mussten. Die Mädchen wurden zudem gefilmt, erklärt Meike Willebrands von der niederländischen Staatsanwaltschaft gegenüber VRT NWS.

300 Videos

Die niederländische Polizei nahm den Verdächtigen nach einem Hinweis aus den Vereinigten Staaten ins Visier. Bei dem Mann wurden nach Ermittlungen 300 Videos gefunden. Er soll bereits seit 2017 aktiv gewesen sein.

Einen Teil dieser Aufnahmen habe der Verdächtige selbst angefertigt, einen anderen Teil habe er von anderen Männern erhalten, die solche Spiele spielen. Das werde noch untersucht, so Willebrands.

Die Ermittlungen dauern an. Das niederländische Justizwesen hat derzeit 40 Opfer aus den Niederlanden und 15 Opfer aus Belgien identifiziert. „Die anderen Mädchen, die wir gefunden haben, sprechen Englisch. Für die niederländischen Mädchen führt die niederländische Polizei die Ermittlungen durch, für die ausländischen Mädchen nutzen wir Europol“, so Willebrands.

Die niederländische Justiz ruft mögliche Opfer dazu auf, sich über die E-Mail-Adresse melding-highscore-game.lb@politie.nl zu melden.

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