Flanderns Vize-Ministerpräsidentin Melissa Depraetere (Vooruit, flämische Sozialisten) tritt auf ärztlichen Rat hin mit sofortiger Wirkung ihren Mutterschaftsurlaub an. Das teilte ihr Kabinett am Mittwoch mit. „Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung des Ministeramts ist das Risiko einer Frühgeburt zu groß“, heißt es in einer kurzen Erklärung.
Flämische Vize-Ministerpräsidentin Depraetere geht mit sofortiger Wirkung in den Mutterschaftsurlaub
„Die Gesundheit ihres Babys ist derzeit das Einzige, was zählt. Deshalb legt sie auf ärztlichen Rat hin heute ihre Aufgaben nieder und geht in den Mutterschaftsurlaub“, heißt es weiter in der Mitteilung.
Im November 2025 hatte Depraetere bekannt gegeben, dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann ihr erstes Kind erwartet. Die Geburt ist für April geplant.
Depraetere, die neben dem Amt der Vize-Ministerpräsidentin auch Ministerin für Wohnen, Energie, Klima, Tourismus und Jugend in der flämischen Regionalregierung ist, hatte damals angekündigt, sich für eine gewisse Zeit durch eine Interimsministerin oder einen Interimsminister vertreten zu lassen.
Da Depraetere nun vorzeitig in den Mutterschaftsurlaub gehen muss, wird diese Vertretung auch früher als geplant notwendig. Vooruit-Parteivorsitzender Conner Rousseau wird am Montag nach einer Parteisitzung über die Nachfolge kommunizieren.
Rousseau wünschte Depraetere über Instagram „gute Besserung“. Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele wünschte seiner Kollegin auf X „alle nötige Ruhe und Wärme“. „Gesundheit und neues Leben kommen immer an erster Stelle“, so Diependaele.
