Der große Weihnachtsbaum, der bis vor Kurzem auf dem Marktplatz in Antwerpen stand, hat ein zweites Leben im Zoo bekommen. Der Baum dient dort als Spielzeug oder zusätzliche Nahrungsquelle für die Giraffen. Auch Elefanten und andere Tiere im Zoo erhielten Weihnachtsbäume, die zuvor auf verschiedenen Stadtplätzen aufgestellt waren. Bereits zum zweiten Jahr in Folge schenkt die Stadt ihre Weihnachtsbäume dem Zoo.
Giraffen fressen sie, Elefanten trampeln sie nieder: Weihnachtsbäume erhalten zweites Leben im Antwerpener Zoo
Der große Weihnachtsbaum vom Großen Markt wurde am Sonntagmorgen per Schwertransport und unter Polizeibegleitung in den Antwerpener Zoo gebracht. Der Baum ist 16 Meter hoch und wiegt vier Tonnen. Auch der etwas kleinere Baum vom Handschuhmarkt wurde mit einem Speziallastwagen in den Zoo transportiert.
Der Weihnachtsbaum vom Großen Markt kam zu den Giraffen und Nashörnern, jener vom Handschuhmarkt wurde bei den Elefanten abgelegt. Die Tiere reagieren nicht alle gleich. „Wenn sie nach draußen kommen, sehen sie plötzlich einen riesigen Nadelbaum stehen“, erklärt Cedric Goethals, Tierpfleger in der Savanne.
„Zuerst zögern sie ein wenig, es ist spannend, weil etwas Neues da ist. Danach überwinden sie diese Angst langsam und kommen näher. Die Giraffen werden wahrscheinlich davon zu fressen beginnen. Elefanten zerlegen den Baum sofort und betreiben damit regelrechte Umbauarbeiten“, lacht Goethals.
Die asiatischen Elefanten Sam und Max machten sich sofort an die Arbeit mit dem Weihnachtsbaum. Sie hoben ihn an und rieben sich daran.
Zusammenarbeit mit dem Zoo
„So wie wir alle unseren Weihnachtsbaum loswerden wollen, wollen wir das als Stadt auch“, erklärt Bürgermeisterin Els van Doesburg (N-VA, flämische Nationaldemokraten).
„Im vergangenen Jahr arbeiteten wir zum ersten mal mit dem Zoo zusammen. Dort sagte man uns, dass die Tiere großen Gefallen daran finden: zum Spielen, zum Scheuern oder zum Fressen.“
Auch die Erdmännchen bekamen einen Weihnachtsbaum, allerdings nicht zum Fressen. „Wir werden Insekten hineinstreuen“, erzählt Tierpflegerin Anke Rossaert. „Die noch lebenden Heuschrecken kriechen hinein, und dann klettern auch die Erdmännchen in den Baum, um nach ihrem Futter zu suchen. Damit sind sie eine Zeit lang beschäftigt, so ahmen wir natürliches Verhalten nach.“
„Es ist wichtig, dass wir ihre Gehege regelmäßig verändern“, ergänzt Goethals. „Wir sorgen für die nötige Abwechslung und Stimulation, dazu gehört hin und wieder etwas Neues. Das ist die ideale Art, die Tiere auf eine angenehme und naturfreundliche Weise zu beschäftigen. Sie werden viel Freude daran haben.“
