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Sturm Goretti zieht über Belgien: örtlich Überschwemmungen und umgestürzte Bäume

Am Freitag zieht Sturm Goretti von Westen nach Osten über Belgien. Begleitet wird er von ergiebigem Regen und Sturmböen von bis zu 90 km/h. Sowohl für Regen als auch für Wind gilt die Warnstufe Gelb. An mehreren Orten in Flandern wurden Bäume entwurzelt, unter anderem auf den wichtigen Autobahnen E19 und E40. Das belgische Innenministerium hat die Notrufnummer 1722 freigeschaltet.

Jens Van Reet
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Vor allem am Freitagmorgen ist der Wind stark. Im Landesinneren weht er aus Südwesten mäßig bis stark, mit Böen von 80 bis 90 km/h, örtlich auch etwas mehr. Am Nachmittag lässt der Wind nach und weht er mäßig bis frisch mit Böen von 50 bis 60 km/h. An der Küste bleibt der Wind stark bis zeitweise sogar stürmisch aus Nordwesten, mit Böen bis zu 90 km/h.

Der Himmel ist stark bewölkt bis bedeckt, häufig fällt anhaltender, mäßiger Regen. In Hochbelgien geht der Regen zunächst in Schneeregen und anschließend in Schnee über – zuerst in den Hohen Venn, später auch in den übrigen Regionen südlich von Sambre und Maas.

Auch in der Nacht zum Samstag regnet es weiter. Südlich von Sambre und Maas fällt Schnee. Die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte von minus 3 Grad in den Ardennen, um den Gefrierpunkt im Zentrum des Landes und etwa 4 Grad an der Küste.

Das belgische Innenministerium hat die Notrufnummer 1722 freigeschaltet. Sie ist für nicht lebensbedrohliche Schäden durch Sturm oder Wasser gedacht, bei denen die Hilfe der Feuerwehr benötigt wird. Betroffene können entweder anrufen oder eine Anfrage über das Online-Portal www.1722.be  stellen. 

Vor allem Probleme im Westen

Die Wetterbedingungen haben an mehreren Orten für Behinderungen gesorgt. Besonders betroffen ist Westflandern. In Langemark-Poelkapelle und Zonnebeke stürzten Bäume um. In Wijtschate riss der Wind ein Stromkabel ab, das auf die Straße fiel. In Kemmel, nahe der französischen Grenze, wurde eine Straße überflutet. Auch aus anderen Orten in der Provinz kamen ähnliche Meldungen.

Nicht nur im Westen des Landes, sondern auch in Zentralbelgien kam es zu Problemen: Umgestürzte Bäume blockierten am Freitagmorgen Fahrstreifen der E19 bei Zemst in Richtung Brüssel sowie der E40 bei Affligem, ebenfalls in Richtung Hauptstadt. Am Freitagmorgen kam es dort zu langen Staus.

Weiter östlich, auf der E313 bei Beringen (Limburg), fiel ebenfalls ein Baum auf die Autobahn.

Keine größeren Überschwemmungen zu befürchten

Es bestehe nur eine geringe Gefahr von flächendeckenden Wasserüberlastungen oder Überschwemmungen, sagt Katrien De Smet von der Flämischen Umweltagentur (Vlaamse Milieumaatschappij).

„Der Wasserstand vieler nicht befahrbare Wasserläufe steigt an. Auch am Samstag wird das noch der Fall sein. In Kombination mit Schmelzwasser aus Schnee können Gewässer in ganz Flandern über die Ufer treten, dieses Wasser kann jedoch in Rückhaltebecken aufgefangen werden.“

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass hier und da Wasser in Häuser eindringt, etwa durch Straßengullys, die beispielsweise durch Laub verstopft sind. Wir erwarten jedoch nicht, dass ganze Wohnviertel unter Wasser stehen werden.“

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