Am Freitagnachmittag fand in Martigny in der Schweiz eine Zeremonie zum Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana statt. 700 Menschen nahmen daran teil, unter ihnen 150 Angehörige der Opfer. Auch der belgische Premierminister Bart De Wever, Außenminister Maxime Prévot und EU-Kommissarin Hadja Lahbib waren anwesend.
Gedenkzeremonie in der Schweiz für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana – auch Premier De Wever anwesend
Unter den internationalen Gästen waren auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Präsident Sergio Mattarella. Beide Länder waren besonders stark betroffen, mit jeweils 9 beziehungsweise 6 Todesopfern sowie zahlreichen Verletzten.
Der Brand, der in der Silvesternacht in einer Bar ausbrach, forderte 40 Todesopfer aus insgesamt 19 Ländern. Unter den Opfern ist auch ein belgisches Mädchen (17). Zwei weitere Belgier erlitten Verletzungen.
Sieben Brandverletzte verschiedener Nationalitäten werden weiterhin in mehreren Krankenhäusern in Belgien behandelt. Während der Zeremonie bedankten sich mehrere Redner ausdrücklich bei Belgien für die geleistete medizinische Hilfe.
Inzwischen wurde der Besitzer der Bar in Untersuchungshaft genommen. Er wird gemeinsam mit seiner Ehefrau der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Brandstiftung verdächtigt.
De Wever und Prévot tief betroffen
„Was hier geschehen ist, war eine internationale Tragödie, bei der auch belgische Opfer zu beklagen sind“, erklärte Außenminister Maxime Prévot nach Ende der Zeremonie. „Der Premierminister und ich hielten es daher für unsere Pflicht, den verschiedenen Familien unsere Unterstützung zu zeigen.“
Premierminister Bart De Wever bezeichnete die Gedenkfeier als sehr konfrontierend. „Sie ruft auch die Erinnerung an das zurück, was 1994 in Antwerpen im Switel-Hotel (großer Brand mit 14 Toten, Anm. d. Red.) passiert ist. Das ist so vergleichbar, man spürt, wie diese Emotionen wieder hochkommen. Vor allem die Tatsache, dass es erneut junge Opfer sind, berührt mich tief.“


