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Verteidigungsminister Francken sprach bereits mit US-Vertretern über Grönland

Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken hat mit den amerikanischen Botschaftern für Belgien und bei der NATO über die Bedrohungslage rund um Grönland gesprochen. Das sagte er am Mittwoch in der Abgeordnetenkammer. „Es ist wichtig, dass wir weiter miteinander reden und den Mut haben, Dinge offen anzusprechen.“

Jens Van Reet Belga
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US-Präsident Donald Trump erklärt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit immer wieder, dass die Vereinigten Staaten Grönland eingliedern wollen. Grönland ist eine autonome Region und gehört zum NATO-Verbündeten Dänemark. Nach der Militärintervention in Venezuela hatte Trump den amerikanischen Anspruch auf Grönland noch einmal bekräftigt. Die Europäer sind alarmiert.

Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA, flämische Nationaldemokraten) hatte in den vergangenen Tagen Kontakt mit dem US-Botschafter in Belgien, Bill White, sowie mit dem US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker. „Die NATO bleibt der Eckpfeiler unserer kollektiven Verteidigung, und ich denke, es ist wichtig, dass wir weiter miteinander reden und den Mut haben, Dinge offen anzusprechen“, sagte der N-VA-Politiker am Mittwoch im Verteidigungsausschuss der Kammer.

Niemand hat etwas von einer ‚Food Fight‘ innerhalb der NATO – außer unseren Feinden

Belgiens Verteidigungsminister Francken

Francken nannte es „besonders schmerzhaft“, dass ausgerechnet Dänemark, einer der loyalsten NATO-Verbündeten, ins Visier der Amerikaner gerät. „Das muss auf erwachsene Weise ausdiskutiert werden. Niemand hat etwas von einer ‚Food Fight‘ innerhalb der NATO – außer unseren Feinden. Ich bin davon überzeugt, dass es in den kommenden Tagen Initiativen vor oder hinter den Kulissen geben wird, um hier einen Ausweg zu finden. Das ist meine Hoffnung, und ich denke, dass das gelingen wird.“

Die Entsendung belgischer Truppen nach Grönland zur Verteidigung des Territoriums stehe nicht zur Debatte, stellte der Minister klar. „Dafür gibt es derzeit keinerlei Anfrage – weder über die NATO noch über die EU und auch nicht von Dänemark.“

Abgeordnete sowohl der Mehrheit als auch der Opposition begrüßten Franckens Bemühungen, die Amerikaner umzustimmen.

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