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Belgien im Schnee: Warnstufe Orange wegen Glätte, Behinderungen im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr

Am Mittwoch gilt Warnstufe Orange wegen Glätte, die zweithöchste Alarmstufe. Das KMI warnt vor glatten Straßen durch gefrierendes Schmelzwasser und neuen Schneefall. Wegen des Winterwetters kommt es zu Behinderungen auf Straßen und Schienen. Der Brüsseler Nationalflughafen streicht zudem vorsorglich 40 Flüge.

Jens Van Reet
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Im Laufe des Mittwochs rechnet das KMI mit „3 bis 6 Zentimetern Neuschnee, regional können es auch einige Zentimeter mehr sein“. Gegen 10 Uhr am Mittwochvormittag schneite es bereits über weite Teile Flanderns.

Dieser Schnee, der Schnee der vergangenen Tage sowie das Schmelzwasser können erneut gefrieren. Dadurch bilden sich Eisflächen. Auf den Straßen kann es daher gefährlich glatt sein.

Davor warnt auch die Agentur für Straßen und Verkehr (Agentschap Wegen en Verkeer), die zum zweiten Mal in dieser Saison das Winteraktionsprotokoll (WAP) ausruft. Das bedeutet, dass die Behörde in direktem Kontakt mit der Föderalen Straßenpolizei, dem Königlichen Meteorologischen Institut (KMI), dem flämischen Verkehrsunternehmen De Lijn, den Provinzen und Mobilitätsorganisationen steht, um Informationen rasch auszutauschen und bei Zwischenfällen sofort zu handeln.

Die Streufahrzeuge haben die Straßen mit Streusalz versorgt. Zusätzlich haben seit Neujahr bereits rund 500 Land- und Gartenbaubetriebe geholfen, Radwege, Straßen, Parkplätze und Flughäfen von Schnee und Eis zu befreien.

Der Antwerpener Zentralbahnhof im Schnee
Ruhiger Wochenmarkt in Mortsel bei Antwerpen wegen des Winterwetters

Brussels Airport streicht 40 Flüge, Verspätungen von einer Stunde und mehr

Wegen des Schneefalls wurden am Brüsseler Nationalflughafen Brussels Airport 40 Flüge annulliert. Betroffen waren 20 ankommende und 20 abfliegende Flüge.

„Aufgrund des Schnees erwarten wir Verspätungen, deshalb wurden die Flüge gestrichen“, erklärt Jeffrey Franssens von Brussels Airport. „Unsere Teams sind vorbereitet, um die Flugzeuge sowie die Start- und Landebahnen eisfrei zu machen.“

Die durchschnittliche Verspätung pro Flug betrug am Mittwochmittag etwa eine Stunde.

Der Flughafen rief alle Passagiere dazu auf, rechtzeitig anzureisen und die Website im Blick zu behalten, um über mögliche Änderungen informiert zu bleiben.

Zugverkehr aus Belgien an der Grenze zu den Niederlanden eingestellt

Wegen Problemen auf der Schiene infolge von Frost und Schneefall wurde der Zugverkehr aus Belgien an der Grenze zu den Niederlanden eingestellt. Das teilte Infrastrukturdienstleister Infrabel mit.

Im Inland stellte die NMBS/SNCB nur wenige Behinderungen oder Verspätungen im Bahnverkehr fest. „Wir beobachten zwar einige Probleme, unter anderem bei Eurocity-Direct-Zügen, diese stammen jedoch von unseren nördlichen Nachbarn, die möglicherweise stärker betroffen sind. Bei uns hält es sich in Grenzen“, heißt es.

Nachdem ein Lkw-Fahrer auf den Gleisen eines Bahnübergangs in Dendermonde (Provinz Ostflandern) liegengeblieben war, war zeitweise aber kein Zugverkehr zwischen Londerzeel und Dendermonde möglich.

Vereinzelt kam es auch bei dem flämischen Nahverkehrsunternehmen De Lijn zu Behinderungen, etwa in den Flämischen Ardennen.

Im Hafen von Antwerpen stellten die wichtigsten Terminals stundenlang ihre Aktivitäten vollständig ein. Die Sicht im Hafen war wegen Schnee, Nebel und Wind eingeschränkt. „Es ist derzeit unklug zu arbeiten“, erklärte Yves De Lariviere von Euroterminal. 

1.100 km Stau

Am Mittwochvormittag gab es in Belgien mehr als 1.100 Kilometer Stau. Vor allem im Zentrum des Landes kam der Verkehr nur schleppend voran.

„Auf nahezu allen Autobahnen muss man mit rund einer halben Stunde Verzögerung rechnen“, sagt VRT-Verkehrsanker Hajo Beeckman. „Selbst für einen Tag mit derart winterlichen Schauern geht es extrem langsam voran.“

Mancherorts kam es auch zu Unfällen. Im Laufe des Tages beruhigte sich die Lage auf den belgischen Straßen jedoch wieder.

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VIDEO: Auch Verkehrschaos in Wetteren (Provinz Ostflandern)

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