Belgien wird seinen Verpflichtungen innerhalb der „Koalition der Willigen“ nachkommen und eigene Truppen in die Ukraine entsenden, sobald ein Friedensabkommen geschlossen wird, das den Krieg beendet. Konkret sagt Belgien zu, Kapazitäten der Marine und der Luftwaffe in die Ukraine zu schicken, bestätigte Premierminister Bart De Wever am Dienstagabend in der Nachrichtensendung Terzake im VRT Canvas.
Belgien entsendet Luftwaffen- und Marinekapazitäten in die Ukraine nach Friedensabkommen
De Wever zeigte sich zufrieden darüber, dass sich nun auch die Vereinigten Staaten zu engagieren scheinen, um diesen Frieden zu garantieren. „Wir haben bestimmte Kapazitäten zugezagt – zu Land, in der Luft und zur See –, doch ohne einen amerikanischen Backstop war dieser Einsatz nicht umsetzbar“, erklärte De Wever. „Dieses Engagement ist nun schriftlich festgehalten.“
Was die Landstreitkräfte betrifft, geht es um die Ausbildung ukrainischer Soldaten in der Ukraine. Die belgische Armee bildet – ebenso wie mehrere andere europäische Mitgliedstaaten – bereits ukrainische Militärangehörige aus, bislang allerdings noch außerhalb der Ukraine.
Der Premier räumte ein, dass man mit der aktuellen Regierung in Washington stets vorsichtig sein müsse, da „sie durchaus einmal den Kurs ändert“. Beim Gipfeltreffen in Paris habe er jedoch von Trumps Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner „warme Worte“ für den ukrainischen Präsidenten Selenskyj und dessen Team gehört. „Das war sehr auffällig: Sie wurden ausführlich für ihre Arbeit gelobt.“
De Wever stellte zudem fest, dass sich die Amerikaner nun offenbar zum 20-Punkte-Plan bekennen, der „einen für die Ukraine akzeptablen Frieden“ darstellt. Dieses Engagement sei aus seiner Sicht „ein Fortschritt – insbesondere, um das transatlantische Bündnis intakt zu halten und eine Spaltung zu vermeiden, denn genau das ist es, was Russland will“.

