Am Dienstagmorgen hatte das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Ukkel/Brüssel die Warnstufe für Glatteis von Gelb auf Orange angehoben. Bis 12 Uhr mittags wurde weiterhin mit Glatteis auf Straßen und Gehwegen gerechnet. Code Orange galt bis Mittag in den Provinzen Ostflandern, Antwerpen, Hennegau, Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant. In den übrigen Provinzen gilt weiterhin die Warnstufe Gelb. Gegen Mittag gab das KMI bekannt, dass aufgrund von bis zu 5 cm Neuschnee in der Nacht auch am Mittwochmorgen Code Orange gilt.
Schnee und Glatteis: Belgiens Wetteramt KMI erlässt auch für Mittwoch Warnstufe Code Orange
Über Nacht sanken die Temperaturen erneut unter den Gefrierpunkt. Gefrierendes Schmelzwasser und Schneereste sowie Neuschneeschauer verursachen Glatteis in vielen Regionen in Belgien. Gefrierendes Schmelzwasser oder Schneereste können gefährliche Situationen hervorrufen, insbesondere auf Fuß- und Radwegen. Örtlich besteht zudem die Gefahr von gefrierendem Nebel. In vielen Teilen Flanderns waren die Räumkräfte und die Streuwagen wieder im Einsatz. Landwirte und Gartenbaubetriebe halfen dabei, Radwege, Straßen, Parkplätze und Flughäfen von Schnee und Eis zu befreien.
Die Live-Karte des Flämischen Verkehrszentrums zeigte, dass der Berufsverkehr auf dem Brüsseler Autobahnring am Dienstagmorgen aufgrund der Winterwetterlage langsamer floss. Zur Stoßzeit meldete das Verkehrszentrum extrem starke Staus auf den Straßen rund um Brüssel, die sich über eine Strecke von rund 270 km erstreckten.
Am Brüsseler Südbahnhof kam es am Dienstagmorgen zu einigen Verspätungen und Zugausfällen. Laut NMBS-Sprecher Dimitri Temmerman gab es aber landesweit keine größeren Probleme aufgrund des Winterwetters.
Aufgrund des Winterwetters wurden am Montag mehrere Flüge vom Flughafen Schiphol bei Amsterdam nach Brüssel umgeleitet. Laut Flughafen-Website war der Flugverkehr dort auch am Dienstag durch das Winterwetter stark beeinträchtigt. Am Flughafen Brüssel gab es am Montag aufgrund von Schneefall nur geringfügige Beeinträchtigungen. Abflüge verspäten sich am Dienstag durchschnittlich um eine halbe Stunde.
Auch in Wallonien schneite es. Das Verkehrsunternehmen TEC hatte in den Provinzen Lüttich, Wallonisch-Brabant und Luxemburg einen Notfallplan ausgerufen. Dutzende Busse waren zeitweise außer Betrieb, insbesondere im Raum Lüttich und Charleroi. Am Morgen kam es aufgrund von Schnee und Glatteis auch dort zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. TEC teilte jedoch mit, dass sich die Lage im Laufe des Tages bessern werde.
Am Dienstagmittag meldete das KMI, dass auch in der Nacht zum Mittwoch mit Schneefall in Belgien gerechnet werden müsse. Aus diesem Grunde gelte die Wetterwarnstufe für Glatteis Code Orange auch dann wieder.
Das Wetter in den kommenden Tagen
Für diesen Dienstag erwartet das KMI überwiegend klaren Himmel, aber auch Wolken, aus denen etwas Schnee fallen kann. Die Wahrscheinlichkeit für winterliche Niederschläge nimmt im Laufe des Tages ab. Am Nachmittag ist in regional leichtes Tauwetter möglich. Es wird auch in der kommenden Nacht wieder sehr glatt sein.
Die Höchsttemperaturen in der Hauptstadt liegen bei 0 oder 1°C. Am Dienstagabend und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zieht von Westen her Bewölkung auf, und örtlich kann es leicht schneien. In den Ardennen kann sich gefrierender Nebel bilden. Gegen Ende der Nacht kann der Schneefall zunehmen. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -8°C in den Ardennen und 1°C an der Küste. Der Wind weht mäßig und später an der Küste stark mit Böen bis zu 50 Kilometern pro Stunde.
Am Donnerstag besteht zudem die Möglichkeit von (schmelzendem) Schnee oder gefrierendem Regen. Darüber hinaus zieht in der Nacht ein Tiefdruckgebiet vom Ärmelkanal heran und bringt Starkregen und Wind mit Böen von bis zu 100 km/h. Dieses Tiefdruckgebiet zieht am Freitag weiter über den Nordwesten des Landes in Richtung Niederlande.
