Der Verband der Bus- und Reisebusunternehmen in Belgien empfiehlt Langzeitarbeitslosen, denen in den kommenden Monaten die Streichung des Arbeitslosengeldes droht, dazu auf, sich als Busfahrer umschulen zu lassen. Hier herrscht ein großer Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften. Aktuell sind in diesem Sektor rund 530 offene Stellen gemeldet. Derweil erhöht die regionale flämische ÖPNV-Gesellschaft De Lijn ihre Fahrpreise.
Belgiens Busunternehmen suchen dringend Fahrer und De Lijn in Flandern erhöht die Tarife
Die Busunternehmen in Belgien, sowohl die Reisebusunternehmen, als auch die Unternehmen im Nah- und Stadtverkehr (z.B. die regionalen Verkehrsunternehmen De Lijn in Flandern, TEC in der Wallonie und MIVB/STIB in Brüssel oder deren Subunternehmen) suchen händeringend zusätzliches Fahrpersonal.
Sie rufen jetzt Langzeitarbeitslose, die aktuell von der Streichung ihrer Arbeitslosengelder betroffen sind oder noch sein können, dazu auf, sich als Busfahrer umschulen zu lassen.
Einige dieser Unternehmen haben Erfahrung mit Arbeitslosen, die länger keiner Beschäftigung nachgegangen sind und bieten ihnen einen schrittweisen Einstieg in diesen Beruf an. Dazu zählt unter anderem ein zunächst verminderter Beschäftigungsumfang von beispielsweise 30 Stunden pro Woche und entsprechende Ausbildungen an.
De Lijn erhöht die Fahrpreise um 4,2 %
Die Fahrpreise für Bus und Straßenbahn bei der regionalen flämischen ÖPNV-Gesellschaft De Lijn steigen im Februar um durchschnittlich 4,2 %. Die größten Änderungen betreffen die Zeitkarten, die fast alle teurer werden. Die größte Preiserhöhung gibt es beim Omnipass: Der Preis für eine 12-Monatskarte steigt von 416 € auf 499 €, eine Erhöhung um 20 %.
Nur eine Zeitkarte wird günstiger: Der Buzzy Pazz, eine Busfahrkarte für 18- bis 24-Jährige, mit der man unbegrenzt Bus fahren bzw. innerhalb einer bestimmten Strecke unbegrenzt fahren kann. Diese Fahrkarte wird fast 25 % günstiger, denn der Preis sinkt hier von 215 € auf 165 €.
Für Einzelfahrscheine und Tageskarten bleiben die meisten Preise unverändert. Lediglich die 10er-Karte (von 21 € auf 22 € für zehn Fahrten), die 50er-Karte und die Gruppenkarte werden teurer.
