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Radfahren in Sint-Pieters-Leeuw bei Brüssel

Flamen fahren mehr Rad und geben mehr Geld dafür aus

Die Flamen nutzen das Fahrrad so häufig wie nie zuvor: 18,5 Prozent aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Das zeigen Zahlen der Studie FietsDNA. „Pro Tag haben wir 40.000 Fahrten mehr als 2022 gezählt. Die Zufriedenheit mit der Infrastruktur steigt: ein Ergebnis der vielen Investitionen“, sagt Wout Baert von Fietsberaad Vlaanderen. 

Belga Martina Luxen
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Die aktuelle FietsDNA-Studie bestätigt erneut, dass die Flamen “fest im Sattel sitzen”. Fietsberaad Vlaanderen befragte 3.000 Personen für seine dreijährliche Untersuchung. 

Nur 16 Prozent der Flamen fahren gar nicht Rad. 

  • 29 Prozent fahren täglich, 

  • 26 Prozent wöchentlich, 

  • die übrigen 29 Prozent gelegentlich.

Safety first – und teure Räde

Die Flaminnen und Flamen fahren nicht nur mehr, sondern auch mit teureren Rädern: 

  • Durchschnittspreis für ein klassisches Fahrrad: 1.557 Euro 

  • Für ein E-Bike: 3.900 Euro 

45 Prozent der flämischen Haushalte hat mindestens ein E-Bike. 

Diese teuren Räder verlangen nach sicheren Abstellmöglichkeiten in Schulen, am Arbeitsplatz und an Bahnhöfen. „Es gibt wachsende Unzufriedenheit bei der Kombination von Rad und öffentlichem Verkehr. Deshalb sind hochwertige, diebstahlsichere Fahrradparkplätze für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel entscheidend“, so Baert.

Fahrradabstellplatz am Bahnhof Gent Sint-Pieters

Fahrraddiebstahl bleibt ein Problem 

2023 wurden in Flandern rund 23.000 Fahrräder gestohlen – eine deutliche Untertreibung, denn ein Drittel der Diebstähle wird nicht gemeldet. 

Fietsberaad empfiehlt die Registrierung auf my bike , einem nationalen digitalen System zur Diebstahlprävention und Wiederauffindung gestohlener Räder. 

Unfälle und Sicherheit 

Jeder fünfte Flame war in den letzten zwei Jahren in einen Unfall verwickelt: meist wegen unerwarteter Manöver anderer Verkehrsteilnehmer, Glätte oder Kollisionen. 

Positiv: Immer mehr Menschen tragen Helm. 2024 waren es 30 Prozent, gegenüber 18 Prozent im Jahr 2022. 

Investitionen in Infrastruktur und Kultur 

Die Befragten sind deutlich zufriedener mit der Infrastruktur, in der das Bundesland, die Provinzen und Gemeinden investieren. Beispiel: Die Länge der Fahrradstraßen ist von 54 km (2019) auf 1.067 km (2024) gestiegen

Auch die „Fahrradkultur“ verbessert sich: Radfahrer nehmen mehr Rücksicht aufeinander. Größtes Problem bleibt jedoch das Miteinander von Autofahrern und Radfahrern. 

Radeln durchs Wasser in Bokrijk in der Provinz Limburg.

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